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Partydroge
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Gesundheitsministerin will Lachgas verbieten 

Lachgas wird von einigen Jugendlichen als Partydroge missbraucht. Damit soll nach dem Willen der neuen Gesundheitsministerin Nina Warken jetzt Schluss sein. Die Bundesregierung bereitet ein Verbot vor.  
AutorKontaktdpa
Datum 19.05.2025  11:54 Uhr

Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will als eine ihrer ersten Amtshandlungen ein Verbot von Lachgas als Partydroge auf den Weg bringen. »Lachgas ist kein harmloser Spaß, sondern insbesondere für Kinder und Jugendliche mit hohen gesundheitlichen Risiken verbunden«, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Die Gefahren reichten von Gefrierverletzungen über Ohnmachtsanfälle bis hin zu bleibenden Nervenschäden oder Psychosen. Für ein Verbot setze sie sich schon seit Jahren ein. »Ich werde so schnell wie möglich einen Entwurf ins Bundeskabinett bringen.« Damit liege sie mit ihrem Vorgänger Karl Lauterbach (SPD) auf einer Linie.

Auch Handel und Vertrieb von K.O.-Tropfen verbieten

Konkret geht es laut Warken darum, dass Lachgas nicht mehr an Minderjährige abgegeben werden darf. Zudem solle ein generelles Verbot gelten, Lachgas über den Versandhandel oder Automaten zu verkaufen.

Warken will darüber hinaus mit dem Gesetz, ähnlich wie Lauterbach zuvor, Handel und Vertrieb von K.O.-Tropfen verbieten und unter Strafe stellen. »Wir werden nicht weiter zulassen, dass Industriechemikalien als Vergewaltigungsdroge missbraucht werden«, sagte sie.

CDU, CSU und SPD wollen laut ihrem Koalitionsvertrag geeignete Präventionsmaßnahmen ergreifen, »um insbesondere Kinder und Jugendliche vor Alltagssüchten zu schützen«. Eine Regelung zur Abgabe von Lachgas und sogenannten K.O.-Tropfen wolle Schwarz-Rot vorlegen.

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