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Rezepte und Überweisungen
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Gesetzliche Krankenkassen planen digitales Navigationstool

Angesichts überlasteter Praxen schlägt der GKV-Spitzenverband ein digitales Leitsystem für Patienten vor. Vorstellbar sei, dass das Tool zudem bei gut eingestellten chronisch Erkrankten auch Wiederholungsrezepte ausstellt.
AutorKontaktdpa
Datum 26.01.2026  09:12 Uhr

Die Gesetzlichen Krankenkassen streben die Einführung eines digitalen Navigationstools an, über das Patientinnen und Patienten in bestimmten Fällen ohne Arztkontakt Überweisungen zum Facharzt bekommen sollen. Das sagte die Vize-Vorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Stefanie Stoff-Ahnis, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Denkbar sei auch, dass das Tool für gut eingestellte chronisch Kranke Folgerezepte ausstelle. »Es wird zukünftig sicherlich bestimmte Versorgungsprozesse geben, die rein digital abgewickelt werden können, ohne dass überhaupt noch ein ärztlicher Kontakt erforderlich ist«, sagte sie. »Wir brauchen eine moderne, digital gestützte Primärversorgung.«

Nach Angaben des RND haben die Kassen ein entsprechendes Konzept vorgelegt. Die Nutzung des Navigationstools solle verpflichtend sein, bevor überhaupt eine Arztpraxis aufgesucht wird. Der Zugriff auf das Tool solle über eine App auf dem Smartphone möglich sein oder telefonisch über die Kassenärzte-Hotline 116117. »Aus Sicht der Versicherten wird das Tool zum wichtigen ersten Anlaufpunkt im Gesundheitswesen«, heiße es in dem Konzept.

Auch Anne-Kathrin Klemm, Vorständin des BKK-Dachverbands, und Carola Reimann, Vorstandsvorsitzende des AOK-Bundesverbandes, hatten sich diesen Monat für eine digitale Ersteinschätzung ausgesprochen.

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