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Bayern
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Gerlach will Frauengesundheit weiter fördern

Die bayerische Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach (CSU) setzt sich für eine Stärkung der Frauengesundheit ein. Dies betreffe nicht nur medizinische Fragen, sondern auch die Arbeitswelt.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 21.01.2026  14:00 Uhr

Mit dem Schwerpunktthema »Frauen – sichtbar und gesund« hat das bayerische Gesundheitsministerium bereits 2024/2025 die Aufmerksamkeit auf die Frauengesundheit gelenkt. »Konkrete Themen waren zum Beispiel frauenspezifische Vorsorgeuntersuchungen und die Wechseljahre. Aber es besteht weiterhin Forschungs- und Aufklärungsbedarf mit Blick auf die Frauengesundheit«, sagte Gerlach gestern bei der Veranstaltung »Frauen und Gesundheit« des Landesverbands Bayern des Deutschen Juristinnenbundes und des Bayerischen Landesfrauenrats im Presseclub München.

Weitere Themen der bayerischen Initiative sind Pubertät, Schwangerschaft sowie Krebserkrankungen und Endometriose. Im Masterplan Prävention lege das Ministerium einen Fokus auf geschlechtersensible Maßnahmen, etwa eine Vorsorgeuntersuchung für Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren (Mädchensprechstunde M1) sowie in den Wechseljahren. Zudem fördert das Ministerium KI-gestützte Projekte zur früheren Diagnose von Endometriose und Brustkrebs sowie zur optimierten Therapie von Eierstockkrebs.

Die Ministerin fügt hinzu: »Die Gesundheit von Frauen verdient auch in der Arbeitswelt besondere Aufmerksamkeit.« Zur Chancengleichheit im Arbeitskontext gehöre zum Beispiel, dass auf Wechseljahresbeschwerden Rücksicht genommen werde.

Frauen sind ein Wirtschaftsfaktor

Auf die Arbeitswelt von Frauen und speziell die Herzgesundheit richtet auch die Initiative #GoRed ihren Blick, wie Mit-Initiatorin und Ehrenvorsitzende Dr. Vanessa Conin-Ohnsorge gestern bei einer Pressekonferenz von #GoRed berichtete. »Wir müssen viel stärker an Unternehmen herantreten, um die Sensibilisierung für die Frauengesundheit zu stärken – auch weil Frauen ein wichtiger Wirtschaftsfaktor sind.« Die Initiative der Healthcare-Frauen wolle daher die Frauengesundheit im Arbeitsleben und die Wirtschaftskraft von Frauen näher betrachten.

Die Initiative ruft jährlich – dieses Jahr am 6. Februar – zum bundesweiten #GoRed-Aktionstag auf, um die Frauenherzgesundheit öffentlich sichtbar zu machen. Themenschwerpunkte sind Prävention und Vorsorge, weibliche Symptome bei Herzinfarkt und Erste Hilfe sowie Datenbasis und Kommunikation.

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