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Umstrittene Apothekenreform
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Gemeinsame Großkundgebungen in Erfurt  und Dresden 

Der Protest gegen das umstrittene Apotheken-Reformgesetz (ApoRG) der Bundesregierung geht weiter: Am 28. August veranstalten die Apothekerverbände aus Sachsen und Thüringen gemeinsam zwei Großkundgebungen in Erfurt und Dresden. 
AutorKontaktLukas Brockfeld
Datum 23.07.2024  15:08 Uhr

Am 28. August sollen die Apothekerinnen und Apotheker aus Sachsen und Thüringen gemeinsam mit ihren Teams gegen die geplante Apothekenreform auf die Straße gehen. In Erfurt und Dresden sind Großkundgebungen geplant. Die beiden Veranstaltungen sollen virtuell verknüpft und gemeinsam moderiert werden. Ein Redner in der einen Stadt wäre damit in der anderen Stadt auf einer großen Leinwand zu sehen und zu hören.

Als Gäste sollen nicht nur Vertreterinnen und Vertreter der Apothekerschaft, sondern auch Politiker und Mandatsträger auftreten. Auf Nachfrage der PZ erklärte der Sächsische Apothekerverband (SAV), dass die genauen Details der Veranstaltung noch in Planung seien. Die Initiative geht von den Verbänden aus Sachsen und Thüringen aus. 

Der 28. August dürfte bewusst als Protesttag gewählt worden sein. Am 21. August soll das Bundeskabinett planmäßig das Apothekenreformgesetz, das zur Zeit noch in der Ressortabstimmung ist, beschließen. Am 1. September finden in Sachsen und Thüringen Landtagswahlen statt. Laut Umfragen droht Lauterbachs SPD in beiden Ländern ein historisch schlechtes Wahlergebnis. 

Die Kundgebungen sollen von weiteren Maßnahmen begleitet werden. Der SAV teilte in einem Rundschreiben mit, dass man sich aktuell in einem engen Austausch mit der Politik befände. Außerdem soll es eine mediale Kampagne geben, um zusätzlichen Druck  auf die Regierung auszuüben.

Proteste in ganz Deutschland 

Zur Zeit bemühen sich auch andere Apothekerverbände und -kammern sowie die ABDA um Änderungen an dem umstrittenen Gesetz. Die ABDA startete im Juni eine große Social-Media Kampagne, weitere Protestmaßnahmen sind bereits für die kommenden Wochen und Monate geplant. ABDA-Präsidentin Gabriele Regina Overwiening warnte vor kurzem in der »Zeit« vor den Folgen der Reform und dem Ende des Apothekerberufs. 

Die Großkundgebungen in Dresden und Erfurt werden ausdrücklich vom Hessischen Apothekerverband (HAV) unterstützt. In einer Pressemitteilung ruft der HAV die hessische Apothekerschaft zur Teilnahme an den Kundgebungen auf, dafür will der Verband kostenlose Shuttlebusse organisieren. 

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