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Pharmazie trifft Medizin
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Gegenseitiges Verständnis beginnt im Studium

Interprofessionelle Lehrkonzepte können dazu beitragen, dass angehende Ärzte und Apotheker bereits im Studium ein besseres Verständnis für die jeweils andere Berufsgruppe und ihre Aufgaben entwickeln. Eine aktuelle Studie aus den Niederlanden bestätigt das. Gemeinsamer Unterricht kann die spätere heilberufliche Kollegialität steigern.
AutorKontaktLaura Rudolph
Datum 30.01.2025  11:00 Uhr

Mehr Verständnis füreinander

Insgesamt schätzten sich die Studierenden nach Absolvieren des Programms als »fähiger zur interprofessionellen Zusammenarbeit« ein, wobei 55 Prozent (124 Studierende) angaben, sich »etwas besser« und 6 Prozent (14 Studierende), sich »viel besser« zu fühlen.

»Für das Verständnis zwischen Pharmazie- und Medizinstudierenden ist das Programm eine schöne Ergänzung. Man sollte es jährlich fortführen, damit man wirklich den Mehrwert des jeweils anderen erkennt«, sagte ein Teilnehmer in den Interviews.

Weiterhin gab es beispielsweise Feedback dazu, dass der gemeinsame Unterricht helfe, Vorurteile abzubauen. »Was das stereotype Bild in meinem Kopf angeht, so konzentrierte sich der Apotheker eher auf die Frage, welche Medikamente nicht zusammen eingenommen werden können oder auf die Dosierungen. Es stimmt zum großen Teil, dass sie sehr medikamentenorientiert sind, aber letztlich machen sie viel, viel mehr, als ich dachte«, berichtete etwa ein Medizinstudent. Eine andere Studierende gab an, für sie sei das wichtigste, zu wissen, »wo man der anderen Person ihr Fachwissen lässt und ihr auch ein bisschen Raum gibt, um Ratschläge zu erteilen.«

Zusammengefasst half das IPE-Programm den Medizin- und Pharmaziestudenten, ihre Zusammenarbeit zu verbessern. Durch verschiedene gemeinsame Aktivitäten konnten sie besser verstehen, welche Aufgaben die anderen Berufe haben, und lernen, wie sie besser zusammenarbeiten können.

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