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Digitale Packungsbeilage
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Gedruckte Beipackzettel nur noch in der Apotheke?

Digitale Beipackzettel sollen zum Standard werden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant die Umsetzung entsprechender EU-Regelungen. Auf Kundenwunsch sollen die Apotheken gedruckte Beipackzettel bereitstellen.
AutorKontaktdpa
Datum 10.03.2026  17:16 Uhr

Eine digitale Packungsbeilage biete viele Vorteile, etwa automatische Übersetzungen oder Vorlesefunktionen, sagte die CDU-Politikerin dem Nachrichtenportal Politico. Sie betonte zugleich: »Weiterhin hat jeder Patient ein Recht darauf, von der Apotheke einen ausgedruckten Beipackzettel zu erhalten.«

Zur konkreten Ausgestaltung und ob es Beipackzettel dann gar nicht mehr in Packungen geben soll, machte das Ministerium auf Anfrage zunächst keine näheren Angaben. Man werde im Rahmen des nationalen Umsetzungsgesetzes einen Vorschlag erarbeiten sagte ein Sprecher.

Die EU-Regelungen sähen vor, dass für jedes Arzneimittel eine elektronische Packungsbeilage bereitgestellt werden muss. Darüber hinaus könnten die Mitgliedstaaten entscheiden, ob und für welche Arzneimittel zusätzlich eine Papierversion beibehalten werden solle.

Die europäischen Pläne als Teil eines Pharmapakets müssen demnach noch auf EU-Ebene abschließend angenommen werden. Für die Bestimmungen zur Packungsbeilage gilt dann, dass sie zwei Jahre nach Inkrafttreten der EU-Regelungen umgesetzt werden müssen. Dies werde derzeit bereits vorbereitet.

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