| Brigitte M. Gensthaler |
| 09.09.2020 08:00 Uhr |
Prognostisch günstig ist es, wenn die Diagnose früh gestellt wird, das Kind längere Zeit in einem stabilen Umfeld lebt und keine sexuelle und/oder körperliche Gewalt erleidet. Die Funktions- und Alltagsbeeinträchtigung der Kinder sei durch eine frühe individuelle Förderung deutlich beeinflussbar, betonte auch Landgraf. »Eine funktionelle Therapie ist möglich und notwendig.« Diese müsse symptomorientiert und an den aktuellen Entwicklungszustand des Kindes angepasst sein. Aufmerksamkeit und Selbstregulationen müssten früh trainiert und bereichernde Umwelteinflüsse ermöglicht werden. Dabei seien möglichst die Eltern einzubeziehen. Ein wichtiges Ziel der Förderung ist es, die Alltagsfunktionen und die Lebensqualität von Kind und Eltern zu verbessern.
Um Paare für die Risiken des Konsums von Alkohol in der Schwangerschaft zu sensibilisieren, bietet die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) für Schwangere und ihre Partner Infomaterial zur Entstehung und Vermeidung von FASD an. Werdende Mütter, denen es schwerfällt, auf Alkohol zu verzichten, unterstützt das Internetportal IRIS anonym beim Konsumstopp.