»Als Politikerin für Frauen und Männer ein großes Vorbild« – die ehemalige Bundesministerin und Bundestagspräsidentin Rita Süssmuth ist im Alter von 88 Jahren gestorben. / © Imago/Sven Simon
Der Tod von Rita Süssmuth erfülle sie mit Trauer, so Bundesgesundheitsministerin Nina Warken in einer gemeinsamen Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) und des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Mit Rita Süssmuth gehe eine »eine überzeugte, mutige und charismatische Vorkämpferin für Gleichberechtigung und sozialen Zusammenhalt«. Süssmuth habe für Frauen in der Politik den Weg geebnet.
»Persönlich verliere ich ein Vorbild und eine wichtige Inspirationsquelle«, schreibt Warken. Süssmuth habe »ihr Leben in den Dienst unseres Landes und unserer Demokratie gestellt« und »für gegenseitigen Respekt und Verständigung im politischen Diskurs« eingestanden. Im Vordergrund habe für sie Menschlichkeit und wissenschaftliche Evidenz gestanden, nicht Stigmatisierung, das habe sich in Süssmuths Umgang mit dem damals neuen Thema HIV/AIDS gezeigt. »Ihre Verdienste werden unvergessen bleiben.«
Warkens Kabinettskollegien Karin Prien ergänzte, Süssmuth sei »als Politikerin für Frauen und Männer ein großes Vorbild« und habe frauen-und gleichstellungspolitische Themen »ganz oben auf die Agenda gesetzt, wo sie auch heute noch hingehören«, so die Bundesfrauenministerin. »Ihre Stimme wird fehlen«, betonte Prien. Süssmuth sei »in bester Weise streitbar und zugleich Brückenbauerin« gewesen.
Die CDU-Politikerin war am 1. Februar im Alter von 88 Jahren gestorben. Süssmuth gehörte dem Deutschen Bundestag von 1987 bis 2002 an und war von 1988 bis 1998 dessen Präsidentin. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würdigte Süssmuth als »große Politikerin« und einen »Leitstern für unser demokratisches Gemeinwesen«. Die Verstorbene habe sich »lebenslang für Deutschland engagiert«, das Land verdanke ihr viel
Julia Klöckner (CDU), aktuelle Bundestagspräsidentin, würdigte Süssmuth als »eine leidenschaftliche Vordenkerin in der Frauen- und Familienpolitik«. Sie habe die Gleichberechtigung von Frauen vorangetrieben. »Rita Süssmuths markante Stimme wird unserem Land fehlen«, so Klöckner.