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Rote-Hand-Brief
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Früher ins MRT unter Lecanemab

Kaum auf dem Markt, kommt der erste Rote-Hand-Brief: Alzheimer-Patienten unter Lecanemab-Behandlung sollen nun einmal zusätzlich ins MRT, um Anomalien früher zu erkennen.
AutorKontaktPZ
Datum 26.09.2025  16:20 Uhr

Unter der Behandlung mit dem neuen Anti-Alzheimer-Antikörper Lecanemab (Leqembi®) kann es zu asymptomatischen Amyloid-assoziierten Bildgebungsanomalien (ARIA) kommen. Das zeigte sich bereits in den Zulassungsstudien. Daher war von Anfang an Auflage, vor der ersten Behandlung sowie vor der 5., 7. und 14. Infusion eine Magnetresonanztomographie (MRT) zu machen, um ARIA frühzeitig zu erkennen und schwerwiegende und tödliche sogenannte ARIA-E (mit Ödem) zu verhindern. 

Während Leqembi erst seit dem 1. September in Deutschland im Handel ist (und kurz davor in Österreich auf den Markt kam), ist es außerhalb der EU zum Teil schon einige Zeit im Einsatz. Dem heutigen Rote-Hand-Brief zufolge wurden nach Markteinführung außerhalb der EU ARIA-Fälle zu einem früheren Behandlungszeitpunkt beobachtet. Daher soll nun auch vor der dritten Infusion ein zusätzliches MRT erfolgen.

Die Fachinformation konkretisiere nun, dass die empfohlenen MRT-Untersuchungen regelhaft ungefähr eine Woche vor der geplanten Leqembi-Infusion durchgeführt und befundet werden sollten, bevor die nächste Infusion verabreicht wird. Wird eine ARIA im MRT gesichtet, können Ärzte dann entscheiden, ob sie die Behandlung unterbrechen oder abbrechen.

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