Die mit Abstand häufigste krebsbedingte Todesursache war Lungen- und Bronchialkrebs. Er war für ein Fünftel aller krebsbedingten Todesfälle im Jahr 2024 ursächlich (45.100 Todesfälle). Danach folgten Darmkrebs (23.600 Todesfälle), Bauchspeicheldrüsenkrebs (19.500 Todesfälle), Brustkrebs (18.700 Todesfälle) und Prostatakrebs (15.500 Todesfälle).
Rund 1,45 Millionen Patientinnen und Patienten wurden im Jahr 2024 wegen einer Krebserkrankung im Krankenhaus behandelt, das waren 5,6 Prozent weniger als 2004. Besonders häufig werden Menschen im Alter von 60 bis 79 Jahren wegen Krebs in Kliniken aufgenommen. Mehr als die Hälfte aller Krebspatienten war 2024 in dieser Altersgruppe. Ein Fünftel der Krebspatienten war 80 Jahre und älter. Nur gut 5 Prozent waren unter 40 Jahre alt.
Aufgrund von Darmkrebs wurden jüngere Menschen im Jahr 2024 häufiger im Krankenhaus behandelt als 20 Jahre zuvor: In den Altersgruppen der 15- bis 44-Jährigen stieg den Angaben zufolge die Zahl der Darmkrebsbehandlungen je 100.000 Einwohner, während sie in den älteren Gruppen zurückging. Am deutlichsten war der Anstieg bei den 20- bis 24-Jährigen, wo die Zahl der Behandlungsfälle je 100.000 Einwohner von 2,6 im Jahr 2004 auf 3,6 im Jahr 2024 stieg. Unter den 35- bis 39-Jährigen war der Anstieg ebenfalls vergleichsweise hoch: von 21,8 Fällen im Jahr 2004 auf 27,5 Fälle im Jahr 2024. Zu den Ursachen für diesen Trend äußerte sich das Bundesamt nicht. Experten vermuten als potenzielle Gründe mehr Übergewicht, ungesündere Ernährung und weniger Bewegung.