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USA
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Fast 1000 erfasste Masernfälle seit Anfang des Jahres

Im Jahr 2000 hatten Masern in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten. Doch jetzt gibt es einen Anstieg an Masern-Infektionen. Die überwiegende Mehrheit der Erkrankten war nicht geimpft.
AutorKontaktdpa
Datum 23.02.2026  13:30 Uhr

Es ist eine alarmierende Entwicklung: Die Zahl der Maserninfektionen in den USA ist seit Anfang des Jahres auf 982 gestiegen, wie aus Informationen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorgeht. 2025 wurden im gesamten Jahr landesweit insgesamt 2281 Fälle gemeldet – der höchste Stand seit Jahrzehnten. Von den nun seit Jahresbeginn gezählten Fällen waren die Erkrankten zu 94 Prozent entweder nicht geimpft oder der Impfstatus gilt als unbekannt. Am stärksten betroffen ist mit 632 gemeldeten Infektionen der US-Bundesstaat South Carolina.

Im Jahr 2000 hatte die Krankheit in den USA eigentlich schon als besiegt gegolten, danach hatte es jedoch sporadisch immer wieder kleinere Ausbrüche gegeben. Jetzt könnten die USA ihren WHO-Status als masernfrei verlieren. Mehrere Länder, die als »frei von Masern« galten, wurden bereits nach großen Ausbrüchen wieder zurückgestuft, darunter Spanien, Großbritannien und Österreich. Deutschland galt nicht als masernfrei.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent für die zweimalige Impfung. Laut CDC ist die Impfquote seit 2019 in Kindergärten nicht mehr erreicht worden, und jedes Jahr seither gefallen. Der von US-Präsident Donald Trump ernannte Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hatte lange Zweifel an der Sinnhaftigkeit von Impfungen gegen Masern geäußert, bevor er angesichts der Entwicklung eine Impfung als wirksamste Methode zur Eindämmung der Verbreitung nannte.

Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können in Extremfällen lebensbedrohlich sein. Nach WHO-Angaben steckt im Durchschnitt eine infizierte Person bis zu 18 nicht geimpfte Menschen an. Masern könne schwere Folgen haben, etwa Entzündungen des Gehirns mit Schädigung von Nervenzellen, und die Krankheit kann tödlich enden.

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