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Hubmann-Rede
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»Es bleibt ganz viel zu tun«

Hans-Peter Hubmann, soeben im Amt bestätigter Vorsitzender des Deutschen Apothekerverbands (DAV), hat in seinem Rückblick auf die zurückliegende Amtsperiode »Licht und Schatten« für die Apotheken ausgemacht. Die mit den Reformplänen geplante »Strukturzerstörung« sei zwar vom Tisch, es bleibe aber viel zu tun. 
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 04.12.2024  12:00 Uhr
»Hier haben Sie ganz Großartiges geleistet«

»Hier haben Sie ganz Großartiges geleistet«

In seinem Rückblick streifte Hubmann auch die Apothekenproteste. Im »Protestjahr 2023« wurden die Forderungen nach Honorar lauter – nachdem das Echo aus der Politik zuvor »gleich null« gewesen war. Im Oktober 2023 begann beim Apothekertag der Beginn der Strukturdebatte. Mit seinem Vorstoß habe Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) damals die Apotheken in die Debatte »gezwungen«. Der »Protestmonat« November war die Folge, mit »hervorragenden« Teilnehmerzahlen und viel Rückhalt in Presse und Bevölkerung, so Hubmann.

Im »Unruhejahr« 2024 habe der Minister die Branche weiter in Atem gehalten, angefangen mit dem Strukturpapier, das die »Apotheken light« skizzierte, bis zum Referentenentwurf des Apotheken-Reformgesetzes (ApoRG) im Juni. Gegen die Pläne seien die Apotheken Sturm gelaufen, um die Strukturzerstörung und die Honorarumverteilung zu verhindern. »Hier haben Sie alle ganz Großartiges geleistet.«

Prägend war ihm zufolge das Skonto-Urteil des Bundegerichtshofs ( BGH) im Februar. Es habe die Apotheken »erwischt« und einen »deutlichen wirtschaftlichen Flurschaden« hinterlassen. Ziel müsse sein, diese Regelung, die Skonti wie Rabatte einstuft und entsprechend deckelt, so schnell wie möglich wieder rückgängig zu machen, in dem die Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) angepasst wird. Eins der wichtigsten Ziele für die nächste Amtsperiode sei die wirtschaftliche Stärkung der Apotheken, so Hubmann. Wegen der Strukturdebatte sei dies zu kurz gekommen. »Das wird für die nächste Periode eins der wichtigen Anliegen sein«, so Hubmann. »Es waren vier interessante, teils schmerzliche Jahre, es bleibt ganz viel zu tun.«

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