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Zahnschmerzen
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Erste Hilfe bis zum Zahnarzttermin

Bei Zahnweh gilt: ab zum Zahnarzt, denn dahinter kann eine Entzündung stecken, die sich weiter ausbreitet. Was kann man selbst bis zum Termin gegen die Schmerzen unternehmen?
AutorKontaktdpa
Datum 12.02.2025  12:02 Uhr

Wenn es irgendwo in unserem Körper schmerzt, ist das ein Anzeichen: Hier stimmt etwas nicht. Das gilt auch, wenn es um die Zähne geht. Daher sollte man sich bei Zahnweh zeitnah einen Termin bei Zahnarzt oder Zahnärztin holen, rät die Landeszahnärztekammer Sachsen (LKZS). Denn: »Ein unbehandelter Zahnschmerz kann schwerwiegende Folgen haben. Wer zögert, riskiert Entzündungen, die sich ausbreiten können«, warnt Thomas Breyer, Präsident der LZKS. Bis zur Behandlung können Mittel aus der Küche oder der Hausapotheke dem Schmerz etwas entgegensetzen, zum Beispiel diese:

  • Kühlen: Der typische Eisbeutel auf der Wange lindert Schwellungen. Um Erfrierungen auszuschließen, sollte man ihn aber lieber in ein Tuch einwickeln.
  • Mundspülungen mit Tee oder Salzwasser: Wer Salbei- oder Kamillentee abkühlen lässt, hat eine Spülung, die entzündungshemmend wirkt – und damit bei Zahnschmerzen Linderung bringen kann. Wer den Eindruck hat, ein entzündetes Zahnfleisch zu haben, kann es mit einer Salzwasser-Spülung probieren. Dafür ein Teelöffel Salz in ein Glas warmes Wasser einrühren, sodass es sich auflöst und damit spülen.
  • Gewürznelken: Wer auf einer Gewürznelke lutscht oder sie leicht ankaut, spürt womöglich Erleichterung in Sachen Zahnschmerz. Dafür verantwortlich ist der Stoff Eugenol, der schmerzlindernd und leicht betäubend wirkt.
  • Schmerzmittel: Hier sind die Wirkstoffe Ibuprofen und Paracetamol der Landeszahnärztekammer zufolge die erste Wahl. Auf Acetylsalicylsäure (ASS) verzichtet man bei Zahnschmerzen besser, da dieser Wirkstoff die Blutgerinnung beeinflussen kann. Das kann von Nachteil sein, wenn es zu einem zahnmedizinischen Eingriff kommt.

Am besten verzichtet man zudem auf Dinge, die den Schmerz noch verstärken können. Thomas Breyer zufolge zählen dazu Alkohol, Nikotin, Kaffee und körperliche Anstrengung.

Ist das Ziehen, Stechen und Pochen im Kiefer kaum auszuhalten, die Zahnarztpraxis aber aufgrund von Wochenende oder Feiertag gerade zu, ist der zahnärztliche Notdienst die richtige Anlaufstelle. Der Patientenservice der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hilft dabei, entsprechende Notfallpraxen zu finden.

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