Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Inklusion im Spiel
-
Erste Barbie mit Autismus

Eine neue Barbie rückt die Lebensrealität von Menschen im Autismus-Spektrum in den Mittelpunkt. Accessoires wie Kopfhörer mit Noise-Cancelling-Funktion, ein Fidget-Spinner und ein Tablet für unterstützte Kommunikation sollen die Bedürfnisse widerspiegeln.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 19.01.2026  12:00 Uhr

Die sogenannte Fashionistas-Kollektion des Spielzeugherstellers Mattel hat ein weiteres Mitglied bekommen. Die Barbie mit Autismus ergänzt eine Reihe von Puppen mit verschiedenen Haut- und Körpertypen sowie »medizinischen Bedingungen und Behinderungen«.

Die Entwicklung der neuen Puppe hat nach Angaben des Unternehmens 18 Monate gedauert und erfolgte in enger Zusammenarbeit mit dem Autistic Self Advocacy Network (ASAN). Ziel war es, Erfahrungen von Menschen im Autismus-Spektrum authentisch widerzuspiegeln. »Diese neue Fashionista-Puppe lädt Kinder dazu ein, sich selbst in Barbie wiederzufinden und inspiriert zu fantasievollem Spiel, das die eigene Lebenswelt erweitert«, so der Konzern.

Die Merkmale der Barbie mit Autismus sind beispielsweise bewegliche Gelenke an Ellbogen und Handgelenken. Sie sollen unter anderem das sogenannte Stimming zulassen, also sich wiederholende Handlungen, die Anspannung abbauen. Oder auch Handbewegungen ermöglichen, die einige Autistinnen und Autisten zur Verarbeitung von Reizen oder als Ausdruck von Freude nutzen. 

Die Blickrichtung der Puppe ist leicht seitlich ausgerichtet, was darauf hinweisen soll, dass manche Menschen direkten Augenkontakt meiden.

Als Accessoire dient ein pinkfarbener Fingerclip-Fidget-Spinner. Er steht für ein sensorisches Hilfsmittel zur Stressreduktion und kann sich tatsächlich drehen. 

Die farblich passenden Kopfhörer weisen auf die Bedeutung der Noise-Cancelling-Funktion für Betroffene hin. Oft ist es für sie entspannend, Hintergrundgeräusche zu reduzieren.

Ein Tablet dient dazu, alternative Kommunikationsformen zu demonstrieren. Es veranschaulicht auf dem Display, wie eine symbolbasierte Kommunikation abläuft. Dies kann therapeutisch oder pädagogisch bei Menschen zum Einsatz kommen, die über wenig oder keine Lautsprache verfügen.

Der Look: ein locker sitzendes Kleid mit kurzen Ärmeln und fließendem Rock, kombiniert mit flachen Schuhen für nötige Stabilität und Komfort.

»Wir sind stolz, die Inklusion im Spielzeugregal weiter auszubauen, denn jedes Kind verdient es, sich in Barbie wiederzufinden und sein grenzenloses Potenzial zu erkennen«, so Jamie Cygielman, Global Head of Dolls bei Mattel.

Mehr von Avoxa