| Annette Rößler |
| 19.01.2026 18:00 Uhr |
Oft unterschätzt werde die Bedeutung eines guten und ausreichenden Schlafs für die Gesundheit. »Seit den 1950er-Jahren hat sich die durchschnittliche Schlafzeit in Deutschland um fast zwei Stunden verkürzt.« Das sei unter anderem mit Blick auf das kardiovaskuläre Risiko keine gute Entwicklung. Ein Faktor sei, dass Schlafmangel Heißhunger und Süßpräferenz verstärke: In einer Studie reduzierte eine Verlängerung der Schlafzeit die Energiezufuhr übergewichtiger Probanden um 270 kcal pro Tag (DOI: 10.1001/jamainternmed.2021.8098). »Das eine Größenordnung, die wir auch therapeutisch anwenden«, informierte Smollich.
Weitere wichtige Stellschrauben zur Prävention nicht übertragbarer Erkrankungen seien Impfungen (Beispiele Influenza und Herzgesundheit, Gürtelrose-Impfung und Demenzrisiko), Zahngesundheit und nicht zuletzt die psychische Gesundheit. Bei all dem sei es jedoch unabdingbar, dass Menschen mit den entsprechenden Empfehlungen nicht allein gelassen würden, sondern dass durch politische Weichenstellungen Bedingungen geschafffen würden, die ein gesundes Verhalten begünstigen. »Verhältnisprävention muss die Verhaltensprävention zwingend ergänzen«, betonte Smollich.