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Beipackzettel-Initiative
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Ein Hoch auf die Papierform

Nach Plänen der EU soll der Papier-Beipackzettel perspektivisch durch eine digitale Lösung ersetzt werden. Dagegen regt sich Widerstand in Form einer Initiative, an der auch die Apothekengewerschaft Adexa mitwirkt. Adexa-Vorstand Andreas May plädiert für eine verbindlich hybride Lösung.
AutorCornelia Dölger
Datum 16.10.2025  13:00 Uhr
Was passiert mit vorhandener Ware?

Was passiert mit vorhandener Ware?

Auch logistische Hürden sieht die Gewerkschaft. Für den Fall, dass die elektronische Packungsbeilage verpflichtend werde, müsste bereits produzierte Ware mit gedruckten Beipackzetteln womöglich vernichtet werden. May betont: »Das wäre nicht nur ökologisch unsinnig, sondern würde auch bestehende Lieferengpässe weiter verschärfen.«

Geeigneter als eine ausschließlich digitale Packungsbeilage sei ein hybrides Modell, so May. Eine digitale Ergänzung sei sinnvoll, um Aktualität, Nachhaltigkeit und Barrierefreiheit zu fördern. »Aber ein kompletter Verzicht auf die Papierform wäre ein Rückschritt für die Patientensicherheit – und eine unnötige Belastung für die Apotheken.«

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