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Mangelernährung
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Ein gewichtiges Problem

Etwa 20 bis 30 Prozent der Patienten in deutschen Krankenhäusern sind mangelernährt. Ihre Sterblichkeit ist deutlich erhöht – auch nach der Entlassung. Eine individuell angepasste Ernährungstherapie ist sowohl möglich als auch kosteneffektiv.
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 13.11.2024  12:30 Uhr

Kosteneffektiv

Eine individuell angepasste Ernährungstherapie könne die Gesamtkosten senken, sagte Pirlich. Notwendig seien ein Screening bei Aufnahme in die Klinik und eine individuell angepasste Therapie. Allerdings entstünden Einsparungen weniger im Krankenhaus selbst als eher poststationär durch weniger Komplikationen wie Infektionen. Auch die stationären Wiederaufnahmen würden deutlich reduziert.

Zur Bekämpfung der Mangelernährung fordert die DGEM verpflichtende Maßnahmen für Kliniken und eine bessere Finanzierung. DGEM-Präsident Dr. Gert Bischoff verwies auf die seit Januar 2024 bestehenden Qualitätsverträge für Krankenhäuser, die in Kooperation mit Krankenkassen umgesetzt werden. Damit werde die Versorgung der Patienten signifikant verbessert und man könne ein Ernährungsteam finanzieren. Aktuell stünden für die tägliche Verpflegung eines Patienten nur 5 bis 6 Euro zur Verfügung. »Wir brauchen eine solide finanzielle Grundlage für die Klinikkost sowie Ernährungsteams und gezieltes Screening in jedem Krankenhaus«, forderte Bischoff.

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