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Das wird unser Tag

Datum 10.08.1998  00:00 Uhr

- Editorial

Govi-Verlag

Das wird unser Tag

von Werner Trockel
Vizepräsident der ABDA-Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände und Vorsitzender des PR-Ausschusses

Nun steht er kurz bevor, der erste "Tag der Apotheke". Und das nicht nur in Deutschland, denn auch die Österreichische Apothekerkammer, der Schweizerische Apothekerverein, die Union Nationale des Pharmaciens Luxembourgeois und die Apothekerkammer Bozen-Südtirol werden an diesem Tag ebenfalls die Leistungen der Apotheke herausstellen.

Ich halte das für sehr bemerkenswert. Denn es zeigt, daß unser Beruf trotz aller Unterschiede, die es in den Gesundheitssystemen der einzelnen europäischen Länder gibt, eine homogene Einheit darstellt. Die ABDA, aber auch alle ihre Mitgliedsorganisationen, haben zahlreiche Anstrengungen unternommen, um diesen Tag zu einem Erfolg werden zu lassen: zu einem Erfolg für uns alle - für die Institution öffentliche Apotheke", aber auch für die anderen Tätigkeitsbereiche, in denen Apotheker zum Nutzen der Menschen tätig sind.

Der 10. September steht unter dem Motto "Arzneimittel und Beratung aus einer Hand". Ein Motto, das in der immer wieder auftretenden Vertriebswege-Diskussion gleichermaßen Verpflichtung wie Chance ist. Die Chance, einen vernehmlichen Kontrapunkt gegen andere Vertriebswege für Arzneimittel zu setzen, und die Verpflichtung, gemeinsam und mit einer Stimme aufzutreten. Denn das Bild, das die Bevölkerung von uns und der Apotheke insgesamt hat, wird entscheidend dadurch geprägt, wie wir selbst gegenüber unseren Kunden und Patienten auftreten. Dies gilt für unsere tägliche Arbeit in der Apotheke, ganz besonders aber auch für den 10. September.

Im Namen des PR-Ausschusses möchte ich daher an dieser Stelle eine herzliche Bitte an Sie richten. Wir wollen, daß die Institution Apotheke an diesem Tag im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses steht, und wir wollen, daß möglichst viele Menschen in die Apotheke kommen. Da mag bei dem einen oder anderen der Gedanke wachsen, mit Sonderangeboten die Kundenfrequenz noch weiter zu erhöhen. Ich halte das für falsch. Marketingaktionen, wie Billigangebote dienen dem Image des gesamten Berufsstandes ebensowenig wie Einzelanzeigen in der Tagespresse. Der Tag der Apotheke darf darf kein "Tag der Schnäppchenjäger" werden, die ohnehin von Apotheke zu Apotheke laufen. Nutzen Sie vielmehr diesen Tag, um sich wie gewohnt durch Ihre apothekerliche Leistung zu profilieren, und engagieren Sie sich zusammen mit Ihren Kolleginnen und Kollegen in gemeinschaftlichen Aktionen. Synergieeffekte zu nutzen, macht allemal stärker als kurzsichtiges Konkurrenzdenken.

Wir Apotheker haben in der Vergangenheit vor allem dann Erfolg gehabt, wenn wir gemeinsam und mit einer Stimme auftraten und dabei das Interesse des gesamten Berufes nicht aus den Augen verloren. Was sich in Krisensituationen vielfach bewährt hat, sollte Grundlage für unseren Auftritt an dem Tag sein, an dem wir mit berechtigtem Stolz unsere Leistung, die Leistung aller Apotheken für dieses Gesundheitswesen herausstellen.

Die ABDA, aber auch die Kammern und Verbände haben hierzu zahlreiche zentrale Veranstaltungen und Veröffentlichungen geplant. Gemeinsam mit dem, was Sie zusätzlich in Ihren Apotheken anbieten, wird die Sache rund. Ich freue mich darauf. Denn ich bin sicher: Der 10. September wird unser Tag! Machen Sie mit! Top

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