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EPA-Rollout verschoben
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E-Medikationsplan erst im Frühjahr 2026

Der bundesweite Rollout der elektronischen Patientenakte (EPA) kommt frühestens im April. Zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen verzögern den ursprünglich für Mitte Februar vorgesehenen Termin. Damit kommt auch der elektronische Medikationsplan später.
AutorKontaktPZ
Datum 11.02.2025  11:40 Uhr

Zweifel, ob die ursprünglich auf nur vier Wochen angelegte Testphase reichen würde, gab es schon länger. Zuletzt hatte im vergangenen November das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Skepsis hinsichtlich des straffen Zeitplans erhöht, nachdem es angekündigt hatte, dass die Softwarehersteller mehr Zeit für den EPA-Start bekommen als geplant.

Nun hat das Ministerium die Gematik-Gesellschafter, darunter den Deutschen Apothekerverband (DAV), darüber informiert, dass der bundesweite Rollout tatsächlich später kommt. Der frühestmögliche Termin ist demnach für Anfang des zweiten Quartals 2025 geplant, so teilte es die ABDA mit Bezug auf das BMG mit. 

Im Juli 2025 gibt es demnach eine Anpassung, das »Zwischen-Release ePA 3.0.5«, das vorrangig der Stabilisierung und Optimierung des Systems diene. Darüber hinaus umfasse es auch den TI-Messenger für die Kommunikation zwischen Leistungserbringenden und Patienten.

BMG: Stabilität und Sicherheit entscheidend

Erst im März 2026 solle das »Major Release ePA 3.1.2« kommen. Die Anpassung enthält unter anderem die vollständige Umsetzung des digital gestützten Medikationsprozesses (dgMP) und damit auch den elektronischen Medikationsplan (eMP). 

Künftig sollten die Test- und Einführungsphasen zwischen Aktensystemen und Primärsystemen noch enger aufeinander abgestimmt werden, teilte das BMG demnach mit. Für den bundesweiten Rollout sei entscheidend, dass sich die EPA in den Modellregionen bewähre und das System stabil laufe. Zudem müssten zusätzliche technische Sicherheitsmaßnahmen in Abstimmung mit dem Bundesinstitut für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) final umgesetzt werden.

In den Modellregionen läuft die Testphase seit dem 15. Januar. Laut ABDA wird die EPA dort »intensiv getestet«. »Erste Fehlerbilder wurden dort identifiziert und werden derzeit behoben.«

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