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Wechsel auf CTO-Posten
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Doc Morris gibt Zur Rose auf

Doc Morris hat im dritten Quartal den Rx-Umsatz um 12,2 Prozent gesteigert. Dennoch rechnet der Versender auch im laufenden Jahr mit Verlusten. Wie die Niederländer weiter mitteilen, wird der Logistikstandort in Halle aufgegeben und die Marke Zur Rose eingestellt. Zudem gibt es einen Wechsel auf dem Posten des CTO.
AutorKontaktAlexander Müller
Datum 15.10.2024  08:02 Uhr

Als »Schritt zur Effizienzsteigerung« kündigt Doc Morris die Schließung des Logistikstandorts Zur Rose Pharma in Halle (Saale) an. Die Kunden werden künftig aus dem niederländischen Heerlen beliefert. Im Einvernehmen mit dem Inhaber der Vor-Ort-Apotheke Zur Rose in Halle, Johannes Ulrich Nachtsheim, schließt Doc Morris den eigenen Standort am 31. Dezember 2024. Die Marke »Zur Rose« wird eingestellt.

Damit endet das stets etwas schräg anmutende Konstrukt Zur Rose in Halle endgültig. Bereits 2017 hatte Apotheker Nachtsheim das eigene Versandgeschäft aufgegeben. Doc Morris war am Standort als Versanddrehscheibe aktiv gewesen, zuletzt wurden noch Dienstleistungen für die Gruppe erbracht. Damit ist am Jahresende Schluss und Doc Morris schließt das Kapitel Zur Rose endgültig.

Auf Konzernebene gibt es zudem einen Wechsel an der Spitze: CTO Madhu Nutakki hat sich entschieden, Doc Morris zu verlassen. Am 1. November 2024 übernimmt Pablo Ros Gomez die Nachfolge als CTO und Mitglied der Konzernleitung. Er verantwortet bereits heute unternehmensweit die Bereiche Technology, Product and IT Operations/Infrastructure.

12,2 Prozent Wachstum im Rx-Geschäft

Im dritten Quartal hat Doc Morris nach eigenen Angaben das Umsatzwachstum im Geschäft mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln um 12,2 Prozent gesteigert, in den vergangenen Wochen habe das Wachstum sogar mehr als 25 Prozent betragen. Der Versender vermeldet eine »starke Zunahme an Rx-Neukunden«. Seit Mitte September hat der Versender seine Werbemaßnahmen hochgefahren.

Das OTC-Geschäft schwächelt mit einem Plus von 1,9 Prozent dagegen – laut Doc Morris, weil im Basisgeschäft »die Priorität auf Profitabilität liegt«. Der Außenumsatz der gesamten Gruppe legte im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3,8 Prozent auf 265,7 Millionen Schweizer Franken zu.

Verluste in 2024 erwartet

Zufrieden zeigt sich Doc Morris mit der Entwicklung seines Telemedizinanbieters Teleclinic. Der Umsatz im dritten Quartal wurde gegenüber der Vorjahresperiode verdoppelt. Im Segment Europa mit Fokus auf Spanien, Frankreich und Portugal stieg der Umsatz im dritten Quartal um 7,4 Prozent in Lokalwährung im Vergleich zum Vorjahr.

Für das Gesamtjahr geht Doc Morris mit einem Anstieg des Außenumsatzes um 5 bis 10 Prozent aus, inklusive E-Rezept. Dabei wird der Versender weiter Verluste einfahren. Das bereinigtes EBITDA wird mit einem Minus von 50 Millionen Schweizer Franken veranschlagt, bei Investitionsausgaben von rund 30 Millionen.

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