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IQVIA-Bericht
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Die Biosimilar-Welle rollt an

Der Biosimilar-Markt wächst immer stärker. Besonders in der Onkologie und Immunologie sind die Nachahmerpräparate gefragt. Doch nicht alle Bundesländer verordnen sie gleich stark.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 28.03.2025  15:30 Uhr

Während sich seit dem Jahr 2006 der Bruttoumsatz des Arzneimittelmarkts hierzulande mehr als verdoppelt hat, legte der Umsatz mit Biopharmazeutika im selben Zeitraum um das Sechsfache zu. Laut Angaben des Analyse- und Beratungsunternehmens IQVIA entfallen aktuell 36 Prozent des Gesamtumsatzes auf biologische Produkte. Das entspricht einem Wert von mehr als 23 Milliarden Euro.

Bereits seit rund zehn Jahren wächst der Marktanteil der Biosimilars stetig – zum Teil im zweistelligen Bereich. Im Jahr 2024 erreichte er 12 Prozent. Insbesondere im vierten Quartal 2024 war der Trend positiv. Im GKV-Markt machen Biosimilars laut IQVIA-Auswertung mit 52 Prozent etwas mehr als die Hälfte der Biopharmazeutika aus. Und im Retailmarkt haben sie auf Umsatzbasis zuletzt einen Anteil von 51 Prozent erreicht. Im Bereich der Krankenhäuser kommen sie auf mehr als ein Drittel.

Kaum Rabattverträge

Im Verlauf des vergangenen Jahres ist der Biosimilar-Anteil in der öffentlichen Apotheke bei den meisten Substanzen ebenfalls Monat für Monat angestiegen. Darunter Bevacizumab, Trastuzumab, Rituximab, Pegfilgrastim, Adalimumab oder Filgrastim.

Die umsatzstärksten Indikationsgebiete sind der Analyse zufolge Onkologie und Immunologie. Biologische Onkologika fallen allerdings kaum unter die Rabattvertragsregelungen, dafür aber viele etablierte Substanzen wie Insuline und Immuntherapeutika.

Aufgeschlüsselt nach KV-Regionen lässt sich beobachten, dass Biosimilars mit jeweils 33 Prozent in Niedersachsen und Westfalen-Lippe am häufigsten verordnet werden – gemessen am Absatz der Defined Daily Dosages (DDD). Die zweiten Plätze belegen Brandenburg, Bremen und Hamburg – allesamt mit 27 Prozent. Schlusslicht bildet Sachsen-Anhalt mit 15 Prozent.

 

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