| Brigitte M. Gensthaler |
| 10.02.2026 14:30 Uhr |
Beim Peniskarzinom sei die Inzidenz bei Männern mit Typ-2-Diabetes »fraglich erhöht«, aber es gebe gemeinsame Risikofaktoren wie Adipositas, Rauchen und Inaktivität, so der Urologe. Stoffwechselerkrankte Patienten hätten eine schlechtere Prognose. Daher müsse präventiv auf Hautveränderungen am Penis geachtet werden. Eine Entzündung der Vorhaut (Phostitis) und/oder Eichel (Balanitis) unter SGLT-2-Inhibitoren müsse abgeklärt und behandelt werden. Die Entzündungen äußern sich durch Rötung, Schwellung, Schmerzen und Ausfluss und treten häufiger bei unbeschnittenen Männern auf.
Schilling warb klar für die Impfung gegen Humane Papillomaviren (HPV). »Diese sollte möglichst breit durchgesetzt werden, um das Risiko für ein Peniskarzinom zu reduzieren.« Die HPV-Impfung wird seit 2018 für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren empfohlen.