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Druck auf die Kassen
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DAV will pDL-Preise nachverhandeln

Der Deutsche Apothekerverband (DAV) will die pharmazeutischen Dienstleistungen (pDL) weiterentwickeln. Der GKV-Spitzenverband wurde nach Informationen der PZ formal zur Neuverhandlung über die Vergütung und neue Dienstleistungen aufgefordert.
AutorAlexander Müller
Datum 18.08.2025  10:30 Uhr

Seit Juni 2022 können Apotheken zusätzliche bezahlte pharmazeutische Dienstleistungen (pDL) erbringen. Per Schiedsspruch wurden seinerzeit fünf konkrete Leistungen bestimmt, die Apotheken zu einem definierten Honorar mit den Krankenkassen abrechnen können.

Doch aus Sicht des DAV sind die damals bestimmten Preise nicht mehr angemessen. »Die Preise entsprechen nicht der tatsächlichen Kostenentwicklung und müssen angepasst werden«, so DAV-Vorstand und Verhandlungsführer Thomas Dittrich gegenüber der PZ.

Der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV-SV) wurde daher zur Neuverhandlung der Vergütung aufgefordert, wie Dittrich gegenüber der PZ bestätigte. Dabei sind die Apotheker keineswegs auf Verständnis oder Wohlwollen der Kassenseite angewiesen: »Wenn die Verhandlungen nicht zum Erfolg führen, könnten wir die Schiedsstelle anrufen«, erklärt Dittrich.

Der DAV will aber nicht nur über die Preise sprechen, sondern auch neue pharmazeutische Dienstleistungen etablieren. Die konkreten Vorschläge würden derzeit noch intern erarbeitet, so Dittrich. Als die ersten pDL etabliert wurden, hatte sich die Kassenseite in den Verhandlungen vor allem gegen Präventionsleistungen aus der Apotheke gesträubt. Da solche Angebote mittlerweile aber auch von der Politik eingefordert werden, könnte sich der Wind gedreht haben.

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