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EPA-Rabatt
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Datenschützer kritisiert Merz

Kassenrabatt für Daten in der elektronischen Patientenakte (EPA)? Der Thüringer Landesdatenschützer Tino Melzer hält nicht viel von diesem Vorschlag des Unionskanzlerkandidaten Friedrich Merz.
AutorKontaktdpa
Datum 06.02.2025  08:44 Uhr

Thüringens Landesdatenschutzbeauftragter Tino Melzer sieht den Rabatt-Vorschlag von CDU-Chef Friedrich Merz für Nutzer der elektronischen Patientenakte (EPA) kritisch. »Es könnte eine diskriminierende Wirkung haben für diejenigen, die sagen: Ich empfinde den Schutz meiner Daten anders«, sagte Melzer. Der Jurist warnte davor, dass »Gesundheitsdaten als Ware gehandelt werden«. »Ich glaube einfach, dass das der falsche Ansatz ist.«

Unionskanzlerkandidat Merz hatte in einem Interview mit dem Redaktionsnetzwerk Deutschland vorgeschlagen, »den Menschen einen ökonomischen Anreiz« zu geben, das Gesundheitssystem effizienter zu nutzen. Als Beispiel nannte er die EPA.

Merz schlägt »ökonomischen Anreiz« vor

Versicherte könnten entscheiden, ob sie »Datenschutzbedenken zurückstellen und die Möglichkeiten der E-Patientenakte vollumfänglich nutzen«, sagte Merz dem RND. »Wenn ja, würden sie zum Beispiel 10 Prozent niedrigere Krankenversicherungsbeiträge zahlen«, erläuterte er seinen Vorschlag.

Melzer sieht die elektronische Patientenakte als einen »vertrauensbildenden Raum« zwischen Versicherten, Leistungserbringern und Forschenden. Daher sehe er den Vorschlag kritisch. »Es kann auch eine abschreckende Wirkung haben«, sagte er und plädierte stattdessen für mehr Aufklärung und Kommunikation.

Datenschützer warnt vor Abschreckung

Alle gesetzlich Versicherten, die nicht widersprochen haben, bekommen nach und nach eine EPA von ihrer Krankenkasse eingerichtet. Die Daten sollen auch der Forschung einen Schub geben. Auch Melzer sagte, das Ziel sei, Forschung zu stärken und Krankenkassen die Möglichkeit zu geben, Auswertungen vorzunehmen. So könnten beispielsweise Wechselwirkungen von Medikamenten besser erkannt werden.

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