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Therapy speak
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»Das triggert mich« ist eine Ausrede

Im Alltag ist der Begriff »Trigger« immer häufiger zu hören. Ein Psychotherapeut warnt davor, wie schnell Menschen so die Verantwortung für ihr Gefühl auf andere übertragen. Sogenannter »Therapy speak« kann zudem psychische Probleme verharmlosen.
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 09.04.2026  12:30 Uhr
Trigger-Begriff kommt aus der PTBS-Forschung 

Trigger-Begriff kommt aus der PTBS-Forschung 

Wie der Therapeut erklärt, ist der Begriff »Trigger« mit dem Konzept des Traumas verwandt und hängt eng mit der wissenschaftlichen Erforschung der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) zusammen. Ein Trigger ist aktuell etablierten Erklärungsmodellen der PTBS nach ein Reiz, der neuronal in besonders starker Weise mit der Trauma-Erinnerung verknüpft ist.

Der Reiz könne bei PTBS-Betroffenen die gesamte Trauma-Erinnerung aktivieren. Wenn man anfange, »sämtliche unschönen biografischen Prägungen« Trauma zu nennen, ist das Rupps Auffassung nach gegenüber Betroffenen mit einer PTBS »respektlos und unsensibel«.

»Therapy speak«

Dieses Phänomen, einst unbekannte psychologische Begriffe auch in der Alltagssprache zu verwenden, wird auch als »Therapy speak« (auf Deutsch etwa: Therapie-Sprech) bezeichnet und existiert nicht nur im Zusammenhang mit vermeintlichen »Triggern«. Andere Beispiele betreffen zum Beispiel die Begriffe »Gaslighting«, »Narzissmus« oder »toxisch«.

Positiv an dieser Entwicklung könne jedoch sein, dass Krankheiten und psychische Störungen im Alltag sichtbarer und enttabuisiert würden. Dennoch besteht aus seiner Sicht die Gefahr, dass durch die – teils unüberlegte – alltagssprachliche Verwendung psychische Probleme weniger ernst genommen werden.

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