Fast alle achteten auf Verhütung: Nur 5 Prozent der 14- bis 17-Jährigen haben den selbst gemachten Angaben zufolge beim ersten Sex nicht verhütet (2019: 9 Prozent). Am häufigsten griffen Jugendliche zum Kondom (76 Prozent), gut ein Drittel verwendete die Pille. In knapp neun von zehn Partnerschaften sprechen Jugendliche und junge Erwachsene offen über Verhütung, zwei Drittel thematisieren auch den Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten.
Beim Thema Aufklärung sind den Umfragedaten zufolge Schule und Eltern wichtiger geworden. 78 Prozent der Befragten gaben an, im Schulunterricht Wissen über Sexualität und Verhütung erhalten zu haben (2019: 69 Prozent). Das Internet als Informationsquelle hat mit 53 Prozent leicht an Bedeutung verloren (2019: 59 Prozent).
Für die zehnte Analyse zur Jugendsexualität hat das BIÖG zwischen Februar und Juli 2025 bundesweit 5855 junge Menschen zwischen 14 und 25 Jahren befragt. Die Ergebnisse zeigten, dass Sexualaufklärung in Deutschland wirke, sagte Scharmanski.
Bundesjugendministerin Karin Prien (CDU) nannte die Ergebnisse ermutigend. Sexuelle Bildung helfe, ungewollte Schwangerschaften und sexuell übertragbare Infektionen zu vermeiden. »Vor allem stärkt sie junge Menschen in ihrer Selbstbestimmung«, sagte Prien. Damit leiste sie auch einen wichtigen Beitrag zum Schutz vor sexualisierter Gewalt.