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Arzt, Apotheker und Patient
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Damit Kommunikation gelingt

»Man kann nicht nicht kommunizieren«, lautet ein bekannter Ausspruch zum Thema Kommunikation. Diese kann jedoch gut oder weniger gut gelingen. Beim ADKA-Kongress in Berlin war Kommunikation Thema eines Symposiums.
AutorKontaktAnnette Rößler
Datum 09.05.2025  15:00 Uhr

Allgemein stelle eine gelingende Kommunikation Anforderungen sowohl an den Sender als auch an den Empfänger, führte Professor Dr. Sibylle C. Roll vom Varisano Klinikum Frankfurt Höchst bei der von Boehringer Ingelheim gesponsorten Veranstaltung aus. So müsse der Sender sich artikulieren können und der Empfänger sollte ihm zuhören – und auch hinhören, sich also auf das konzentrieren, was gesagt wird. Gegenseitiger Respekt sei eine weitere Voraussetzung dafür, dass Botschaften einerseits so formuliert werden, dass sie andererseits auch angenommen werden können.

Dies gilt für jede Kommunikation zwischen zwei Menschen. Ist ein Gesprächspartner ein Heilberufler und der andere ein Patient, gibt es darüber hinaus noch Weiteres zu beachten. So sei es Aufgabe des Heilberuflers, mögliche Verständnisprobleme bei seinem Gegenüber zu erkennen und seine Kommunikation daran anzupassen, betonte Roll. Im Gespräch mit einem Patienten kann vom Gelingen der Kommunikation der Therapieerfolg abhängen, sodass hier Zuhören und Hinhören sowie klare und verständliche Aussagen besonders wichtig sind.

Kompetenzen des anderen respektieren

Während der Informationsfluss in der Kommunikation zwischen einem Heilberufler und einem Patienten meist vor allem in eine Richtung verläuft, kann das bei einem Austausch zwischen einem Apotheker und einem Arzt ganz anders sein. »Interdisziplinäre Kommunikation erfordert zunächst einmal Respekt für die Kompetenz des anderen«, betonte Roll. Hier hapere es manchmal. Nur bei gegenseitigem Respekt sei es jedoch möglich, auch synergistische Effekte zu nutzen, die sich aus der unterschiedlichen Perspektive der jeweils anderen Profession ergeben.

Das unterstrich auch Professor Dr. Martina Hahn von der Universitätsmedizin Frankfurt am Main. Beide Referentinnen gehen hier mit gutem Beispiel voran: Die Apothekerin Hahn bildet mit der Ärztin Roll seit vielen Jahren ein interprofessionelles Team unter anderem als Autorinnen auch von PZ-Artikeln. Synergien zu nutzen sei auch deshalb wichtig, weil die Fortschritte in der Medizin so groß seien und so schnell erfolgten. »Wenn man sich auf eine Fachrichtung spezialisiert, verliert man schnell den Anschluss an andere«, verdeutlichte Hahn.

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