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Eine Milliarde Mehrausgaben
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DAK preist höheres Fixum ein

Um den Aufwärtstrend bei den Kassenbeiträgen zu stoppen, hat die Krankenkasse DAK-Gesundheit einen mehrstufigen Reformplan vorgelegt. Der »GKV-Stabilitätspakt« soll auch kurzfristig wirken. Ein höheres Packungsfixum preist die Krankenkasse dabei ein.
AutorKontaktPZ
Datum 26.01.2026  17:30 Uhr

DAK-Vorstandschef Andreas Storm hatte einen dreistufigen GKV-Stabilitätspakt vorgeschlagen, der unter anderem niedrigere Steuern auf Arzneimittel und weitere Maßnahmen vorsieht, um die stetig steigenden Beiträge einzufangen. Ohne wirksame Bremsen müsse im kommenden Jahr mit einem weiteren Beitragsplus von 0,6 Prozentpunkten gerechnet werden, warnte die Kasse. Bis zum Jahr 2035 könnte demnach zudem die Abgabenlast aller Sozialzweige insgesamt die Marke von 50 Prozent erreichen.

Grundlage der Analyse mit Daten des IGES Instituts ist laut DAK eine Gesamtprojektion für alle Zweige der Sozialversicherung (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) mit der zu erwartenden Beitragsentwicklung bis 2035. Storm sieht hier eine »dramatische Entwicklung« und erhofft sich von der von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eingesetzten Finanzkommission Gesundheit Chancen auf einen »Neustart in der Gesundheitspolitik«.

In den Ausgabenposten preist die Kasse ein erhöhtes Apothekenfixum offenbar ein. Mit 1,0 Milliarde Euro schlage »die voraussichtliche Anhebung des Apotheken-Fixums« zu Buche. Die IGES-Projektion rechne für 2027 mit finanziellen Mehrbelastungen von mehr als 17 Milliarden Euro für die Krankenversicherung sowie die Pflegeversicherung. Allein die Kassen müssten mit einer Finanzlücke von 11,8 Milliarden Euro rechnen, die zu großen Teilen durch ein »anhaltend stärkeres Ausgabenwachstum« verursacht werde (6,8 Milliarden Euro). Hinzu komme, dass das »kleine Sparpaket«, das die Kassen um 1,7 Milliarden entlasten soll, im Jahr 2027 wieder wie geplant ausläuft. Zudem falle das Bundesdarlehen weg und damit 2,3 Milliarden Euro.

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