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Gesundheitsrecherche
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Cyberchondrie ist gefährlich

Immer mehr Menschen suchen online nach Antworten auf gesundheitliche Fragen. Doch die digitale Recherche bringt oft mehr Ängste als Wissen mit sich. Wie lassen sich seriöse Informationen erkennen und die KI sinnvoll einsetzen?
AutorKontaktPZ
AutorKontaktdpa
Datum 27.02.2026  13:30 Uhr

Tipps für die Recherche

Die Verbraucherzentrale nennt vier grundsätzliche Kriterien, an denen seriöse Gesundheitsinformationen zu erkennen sind:

1. Die Quellenangaben sind transparent und nachvollziehbar.

2. Der Anbieter ist unabhängig.

3. Die Inhalte sind wissenschaftlich belegt.

4. Die Informationen sind aktuell.

Als Beispiele für Anlaufstellen, die fundierte, aktuelle und unabhängige Informationen liefern, nennen die Verbraucherschützer unter anderem das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) und das Portal »gesund.bund.de«, hinter dem das Bundesgesundheitsministerium steht. Evidenzbasierte Informationen über Selbstzahler-Leistungen bietet der IGeL-Monitor des Medizinischen Dienstes Bund.

Kein Ersatz für Arzttermin

Die Stiftung Gesundheitswissen gibt außerdem zwei Tipps für den Umgang mit KI-Chatbots bei Gesundheitsfragen. Erstens: den Chatbot auffordern, Quellen für seine Informationen mitzuliefern. Sie kann man aufrufen, um zu prüfen: Finde ich diese Info dort wieder? Und: Ist die Quelle vertrauenswürdig? Zweitens: die KI bitten, ihre Antwort selbst kritisch zu beurteilen – etwa mit Prompts wie »Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Antwort zutreffend ist? Wo könnten Fehler liegen?« Auch das kann mehr Klarheit bringen.

So umfassend wir uns online auch über Krankheiten und ihre Symptome informieren können: Eine Diagnose kann nur ein Arzt oder eine Ärztin stellen. Wer Beschwerden hat, sollte also einen Termin ausmachen. Die Umfrage fand zwischen dem 18. Dezember 2025 und dem 12. Januar 2026 statt.

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