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Mensch-KI-Kommunikation
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Chatbots schwächeln bei medizinischer Hilfe

Medizinische Chatbots liegen bei Verdachtsdiagnosen und Handlungsempfehlungen manchmal daneben. Experten nennen Gründe für das Scheitern in der Mensch-KI-Kommunikation. Und Forschende pochen auf mehr KI-Kompetenz. 
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 10.02.2026  16:20 Uhr

KI muss Notfälle erkennen

Auch in den Augen von Professor Dr. Ute Schmid, Inhaberin des Lehrstuhls für Kognitive Systeme an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg, entstehen Fehlsteuerungen und Missverständnisse im Austausch mit der KI, weil einigen Menschen die Erfahrung im Formulieren präziser Anfragen oder das medizinische Grundwissen fehlt. Grundsätzlich hält sie aber den Chatbot-Einsatz für sinnvoll, wie sie gegenüber dem SMC hervorhebt. Perspektivisch könnten Hausarztpraxen und Kassen qualitätsgeprüfte Systeme empfehlen.

Die Prompt-Kompetenz, also das Erteilen von Befehlen an die KI, sieht auch Professor Dr. Kerstin Denecke, Co-Leiterin des Instituts für Patient-centered Digital Health der Berner Fachhochschule, als eine der größten Hürden. Außerdem müsste ein medizinisch spezialisierter Chatbot evidenzbasierte Inhalte liefern, strukturierte Anamnesen durchführen, Notfälle zuverlässig erkennen und klar seine Grenzen kommunizieren können, zählt sie auf. Deutlich unterstreicht sie auch die hohen regulatorischen und technischen Anforderungen, die damit einhergehen.

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