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Landtagswahl
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CDU klar vor SPD in Rheinland-Pfalz

Die CDU hat die Landtagswahl in Rheinland-Pfalz gewonnen und die regierende SPD auf den zweiten Platz verwiesen. Die Sozialdemokraten fuhren das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte in einem ihrer Stammländer ein.
AutorKontaktPZ
Datum 22.03.2026  19:34 Uhr

Die CDU kommt laut dem vorläufigen Ergebnis auf 31,0 Prozent der Stimmen, und konnte damit ihr Ergebnis von 2021 um 3,3 Prozentpunkte steigern. Spitzenkandidat Gordon Schnieder dürfte damit der nächste Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz werden .

Den hatten in den vergangenen 35 Jahre stets die Sozialdemokraten gestellt. Doch die SPD fällt auf 25,9 Prozent zurück (-9,8 Prozentpunkte). Der bisherige Landeschef Alexander Schweitzer hatte gehofft, sein Amt fortführen zu können. Schweitzer gilt als bekannter und beliebter als sein Herausforderer Schnieder; geholfen hat es den Sozialdemokraten nicht.

Auf dem dritten Platz landet die AfD mit 19,5 Prozent, die Rechtsextremen konnten ihr Ergebnis von 2021 mehr als verdoppeln (+11,2 Prozentpunkte). Abgeschlagen dahinter die Grünen mit 7,9 Prozent, sie konnten ihr Ergebnis knapp halten (-1,4).

Die Linke hat zwar zugelegt (+1,9), wird mit 4,4 Prozent aber den Einzug in den Landtag verpassen. Die FDP ist mit 2,1 Prozent klar gescheitert (-3,4) und fliegt damit – nach dem Desaster bei der Baden-Württemberg-Wahl vor zwei Wochen – aus dem nächsten Landtag. Nicht mehr im Landtag sind ebenfalls die Freien Wähler, die nach einem Verlust von 1,2 Prozentpunkten mit 4,2 Prozent ins Ziel gingen. Die anderen Parteien kamen zusammen auf 5 Prozent der Stimmen.

Damit besteht der neue Landtag in Rheinland-Pfalz aus vier Parteien. Die CDU kommt auf 39 Sitze, die SPD auf 32. Eine Große Koalition hätte damit eine bequeme Mehrheit. Die AfD kommt auf 24 Sitze, die Grünen bilden mit 10 Sitzen die kleinste Fraktion.

Nach dem nächsten schlechten Ergebnis der SPD bei einer Landtagswahl und dem Verlust von Rheinland-Pfalz wächst der Druck auf die Parteispitze. Doch Verteidigungsminister Boris Pistorius wies Rufe nach einem kompletten Wechsel der SPD-Parteispitze als Konsequenz aus Wahlniederlagen zurück. »Weder in der Partei, noch in der Koalition brauchen wir jetzt eine Personaldiskussion«, so Pistorius.

 

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