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Alliance Healthcare
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Branchentalk zur Rolle der Vor-Ort-Apotheken

Wie können sich die öffentlichen Apotheken zukunftssicher aufstellen? Und welche wirtschaftlichen Rahmenbedingungen braucht es dazu? Darüber diskutierten Politik und Branchenvertreter bei einem runden Tisch der Alliance Healthcare Deutschland.
AutorKontaktPZ
Datum 14.02.2025  11:10 Uhr

Im Vorfeld der Bundestagswahl hat der Gesundheitsdienstleister Alliance Healthcare Deutschland Politik, Apotheker und deren Standesvertretung sowie den Bundesverband des pharmazeutischen Großhandels  (Phagro) zu einem Branchentalk eingeladen. Im Zentrum der Diskussion standen die aktuellen Herausforderungen in der Arzneimittelversorgung und die Rolle der Vor-Ort-Apotheken, wie der Gesundheitsdienstleister in einer Mitteilung informierte.

Beim von Alliance Healthcare Deutschland initiierten Austausch am 13. Februar in Kaiserslautern debattierten der SPD-Gesundheitspolitiker Matthias Mieves mit ABDA-Vorstandsmitglied Silke Laubscher, Fachapotheker Christian Fehske, Apotheker Christian Brand, Vorstandsmitglied der Landesapothekerkammer (LAK) Rheinland-Pfalz, sowie weiteren Apothekern aus Kaiserslautern und dem Phagro-Geschäftsführer Michael Dammann. Gastgeber Alliance Healthcare Deutschland war vertreten durch Boris Lanig, Leiter Vertriebsregion West, der in die Diskussionsrunde einführte, und Tanja Wilcke, Head of Marketing, Communications and Digitalization.

»Eine enge Zusammenarbeit zwischen Apotheken, Verbänden und Politik ist notwendig, damit Apotheken ihre wichtige Rolle in der Patientenversorgung weiterhin erfüllen können«, sagte Matthias Mieves, ordentliches Mitglied im Gesundheitsausschuss und im Ausschuss für Digitales. »Die Digitalisierung im Gesundheitswesen ist dabei von entscheidender Bedeutung.«

Zukunftsperspektive für kompetente Fachkräfte

Silke Laubscher, Apothekerin aus Heidelberg und Vizepräsidentin LAK Baden-Württemberg unterstrich die Bedeutung der Vor-Ort-Apotheken hierzulande als »ein unverzichtbarer Bestandteil« des Gesundheitssystems. »Angesichts massiv sinkender Apothekenzahlen wird eine angemessene Vergütung dringend benötigt, um die Qualität der Versorgung für die Bevölkerung aufrechtzuerhalten.« Laubscher betonte zudem, dass nur eine wirtschaftlich gesunde Apotheke auch in der Lage sei, junge Menschen auszubilden und kompetenten Fachkräften eine Zukunftsperspektive zu geben.

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Apotheken seien in den vergangenen Jahren zunehmend schwieriger geworden, wie auch Christian Brand hervorhob, Inhaber dreier Apotheken in Kaiserslautern und Mitglied im Kooperationsbeirat alphega und gesund leben. »Wir stehen vor der Herausforderung, qualitativ hochwertige Dienstleistungen anzubieten, während die Erträge stagnieren.« Es sei entscheidend, dass die Apothekerschaft politisches Gehör finde.

Vonseiten des Pharmagroßhandels und Vollversorgers Alliance Healthcare Deutschland hieß es, Erreichbarkeit und Kapazität seien entscheidende Faktoren bei der Versorgungssicherheit. »Wir brauchen politische Unterstützung zur Erfüllbarkeit unseres Versorgungsauftrags,« so Boris Lanig. »Um Lösungen zu finden, müssen wir dialogfähig bleiben.« Der Austausch soll demnach als Blaupause für weitere Gesprächsrunden dieser Art dienen.

Die Alliance Healthcare Deutschland mit Sitz in Frankfurt am Main ist mit den beiden Großhandelsmarken Alliance Healthcare Deutschland und Gehe sowie den Apothekenkooperationen Alphega und gesund leben als Gesundheitsdienstleister im deutschen Markt vertreten.

Der vollversorgende Pharmagroßhändler unterstützt nach eigenen Angaben hierzulande von 31 Standorten gemeinsam mit seinen Partnern die bundesweite Versorgung mit Arzneimitteln und Gesundheitsdienstleistungen.

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