Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Pharmabranche
-
Boehringer steigert Umsatz und entwickelt neue Präparate

Der Pharmakonzern Boehringer hat seinen Umsatz gesteigert und investiert nun Milliarden in die Entwicklung neuer Medikamente.
AutorKontaktdpa
AutorKontaktPZ
Datum 25.03.2026  15:02 Uhr

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat mit seinen Medikamenten für Menschen und Tiere im Jahr 2025 mehr Umsatz gemacht. Die Erlöse gingen nach Angaben des Unternehmens währungsbereinigt um 7,3 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro nach oben.

Dem Unternehmen zufolge legte Jardiance (Empagliflozin), zur Behandlung chronischer Nierenerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz, um 8,7 Prozent auf 8,8 Milliarden Euro zu. Ofev (Nintedanib), eingesetzt zur Behandlung der idiopathischen Lungenfibrose und anderer progredient fibrosierender interstitieller Lungenerkrankungen, stieg um 5,4 Prozent auf 3,8 Milliarden Euro. 

Zwei neue Arzneimittel mit »FDA Breakthrough Therapy Designation« wurden auf den Markt gebracht. Die FDA Breakthrough Therapy Designation (auf Deutsch etwa: Status einer bahnbrechenden Therapie) ist ein Verfahren der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA, um die Entwicklung und Prüfung neuer Medikamente zu beschleunigen.

Konkret handelt es sich um die Arzneimittel Hernexeos, eine orale Behandlung für HER2-mutierten, fortgeschrittenen, nicht-kleinzelligen Lungenkrebs, das im August 2025 in den USA eingeführt wurde, sowie Jascayd, das im Oktober 2025 für idiopathische Lungenfibrose (IPF) und im Dezember 2025 für progressive pulmonale Fibrose (PPF) in den USA und China zugelassen wurde. 

»Mit zwei neu eingeführten Arzneimitteln in den Bereichen Onkologie und Atemwegserkrankungen adressieren wir einen hohen ungedeckten medizinischen Bedarf von Patientinnen und Patienten und stärken zugleich die Erneuerung unseres Portfolios«, sagte Shashank Deshpande, Vorsitzender der Unternehmensleitung und verantwortlich für Humanpharma.

Boehringer: 6,4 Milliarden Euro Investitionen in Forschung und Entwicklung

Die Investitionen in Forschung und Entwicklung erhöhten sich von 6,2 Milliarden auf 6,4 Milliarden Euro. Zum Gewinn machte Boehringer Ingelheim keine Angaben.

Das Unternehmen entwickle seine Pipeline in den Bereichen Herz-Kreislauf-, Nieren- und Stoffwechselerkrankungen (CRM), Onkologie, Atemwegserkrankungen und Immunologie, psychische Gesundheit sowie Augengesundheit weiter. Die Pipeline umfasse derzeit mehr als 80 Projekte, darunter über 50 neue Wirkstoffkandidaten. 

Bei den Pharmaprodukten für Menschen habe vor allem das Geschäft mit Medikamenten zur Behandlung von Nierenerkrankungen, Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz für Umsatzzuwachs gesorgt. 

Im Bereich der Tiergesundheit waren Medikamente zur Behandlung und Vorbeugung von Parasitenbefall der Wachstumstreiber. Das Unternehmen arbeite auch eng mit Landwirten, Tierärzten und Behörden zusammen, um meldepflichtige Tierseuchen wie Vogelgrippe, Maul- und Klauenseuche sowie das Blauzungenvirus zu bekämpfen.

Mehr von Avoxa