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Umsatzplus
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Boehringer Ingelheim kündigt neue Präparate an

Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim steckt Milliarden in die Entwicklung neuer Präparate und profitiert aktuell von etablierten Umsatzbringern. In den kommenden Jahren soll es eine ganze Reihe an Markteinführungen geben.
AutorKontaktdpa
Datum 02.04.2025  15:06 Uhr

Ein weiter wachsendes Geschäft mit etablierten Produkten hat Boehringer im vergangenen Jahr ein Umsatzplus beschert. Die Erlöse legten konzernweit und währungsbereinigt um 6,1 Prozent auf 26,8 Milliarden Euro zu, wie das Unternehmen mitteilte.

Bei den Umsätzen entfielen 21,9 Milliarden Euro auf den Bereich Humanpharma, sieben Prozent mehr als im Jahr davor. In der Tiermedizin legte der Umsatz etwas weniger stark zu, um 1,9 Prozent auf 4,7 Milliarden Euro. Wichtigstes Produkt ist Nexgard, ein Mittel gegen Parasiten bei Haustieren, mit Erlösen von 1,35 Milliarden Euro, ein Plus von 14 Prozent. Im laufenden Jahr peilen die Ingelheimer konzernweit einen leichten Umsatzanstieg an.

Ingelheim investiert in Forschung und Entwicklung

Gleichzeitig steckten die Ingelheimer 6,2 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung, davon 5,7 Milliarden allein in der Humanpharma, und kündigten für die kommenden Jahre eine ganze Reihe neuer Produkte am Markt an, davon möglicherweise zwei bereits 2025. Hier hofft Boehringer auf das Präparat Zongertinib zur Behandlung von Lungenkrebs sowie Nerandomilast gegen Lungenfibrose.

In Deutschland werde sich eine mögliche Markteinführung von Zongertinib allerdings um Jahre verzögern, erklärte der bisherige Chef des Deutschlandgeschäfts von Boehringer, Fridtjof Traulsen, dessen Position zum 1. April Médard Schoenmaeckers übernommen hat.

Dieses Beispiel zeige einmal mehr, dass es eine Reform des Arzneimittelmarktneuordnungsgesetzes (Amnog) brauche, um Zulassungen zu beschleunigen.  Einen Rückschlag hatte Boehringer kürzlich im Bereich mentale Gesundheit hinzunehmen, konkret mit dem Präparat Iclepertin. Dies galt einst als Hoffnungsträger zur Behandlung von Schizophrenie, in der späten Entwicklungsphase scheiterte das Projekt aber.

Nun ruhen die Hoffnungen mit Blick auf Schizophrenie auf einem anderen Produkt namens CT-155. Dies ist den Angaben zufolge gerade in der späten Entwicklungsphase 3. Wichtige Daten hierzu würden im laufenden Jahr erwartet, sagte Paola Casarosa, die in der Unternehmensleitung für Innovationen zuständig ist.

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