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Referentenentwurf
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BMG will ausländischen Apothekern Zugang erleichtern

Fachkräfte fehlen im Gesundheitswesen besonders, auch in Apotheken. Mit einem einfacheren Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt will das Bundesgesundheitsministerium (BMG) gegensteuern. Konkret geht es um eine eingeschränkte Berufserlaubnis für ausländische Fachkräfte. Der entsprechende Referentenentwurf soll eine EU-Richtlinie umsetzen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 15.07.2025  15:14 Uhr

Behörden sollen besser kommunizieren können

Mehr Transparenz unter den zuständigen Behörden hat das BMG ebenso im Sinn. So sollen die Landesbehörden untereinander Informationen austauschen können, etwa zu gestellten Anträgen auf Erteilung einer Approbation oder einer Erlaubnis zur Ausübung des Apothekerberufs. Dies solle einem möglichen »Anerkennungstourismus« entgegenwirken.

Auch der angespannten geopolitischen Lage will man Rechnung tragen. So sollen Antragstellern, die im Ausland zu Ende studiert, aber die pharmazeutische Ausbildung noch nicht praktisch abgeschlossen haben, die nötigen pharmazeutischen Tätigkeiten in Deutschland ermöglicht werden.

Allerdings handele es sich dabei nicht um  eine vollwertige Berufserlaubnis; die Tätigkeiten könnten – wie bei anderen Pharmazeutinnen und Pharmazeuten im Praktikum auch – nur unter Aufsicht durchgeführt werden. So sollen vorqualifizierte Personen eine berufliche Perspektive in Deutschland als Apothekerinnen und Apotheker bekommen, die sie in ihrem Herkunftsland etwa wegen Krieg oder Katastrophen nicht hätten.

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