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Stockende Verhandlungen
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BMG soll Tarif-Hängepartie beenden

Wenn sich politisch beim Apothekenhonorar nichts tut, kann sich der Stillstand in den Tarifverhandlungen hinziehen. Ohne ein Signal aus Berlin gebe es für beide Tarifparteien »keine Perspektive«, so Constantin Biederbick, Chef der Tarifgemeinschaft der Apothekenleiter (TGL) Nordrhein. Bis es einen neuen Gehaltstarifvertrag gibt, greifen die bisherigen Regelungen.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 29.04.2024  16:24 Uhr

Hoffen auf bessere Rahmenbedingungen

Berges teilte der PZ mit, er hoffe darauf, dass sich die finanziellen Rahmenbedingungen bessern: »Sobald den Apotheken mehr Honorar zufließt, eröffnen sich wieder Perspektiven für Tarifentwicklungen.« Auch die Adexa hatte das Bundesgesundheitsministerium zuvor schon in die Tariffragen mit eingemeindet.

Konkret hatte die Gewerkschaft im März einen Vorschlag ans BMG geschickt, wie ihrer Ansicht nach mehr Geld ins System kommen kann, nämlich per gesetzlicher Personalzulage für Apothekenangestellte in Höhe von 80 Cent pro abgegebener Rx-Packung. Damit sollten mindestens zehn Prozent mehr Gehalt sichergestellt werden – was in etwa der Adexa-Forderung von 10,5 Prozent mehr Gehalt entspricht. Damit war die Gewerkschaft in die bundesweiten Tarifverhandlungen gestartet. Neben Nordrhein hat Sachsen eigene Regelungen; dort gilt seit Januar 2023 ein eigener Tarifvertrag.

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