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Vor dem Protesttag im Süden
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BMG hält Apotheker-Forderungen für unverhältnismäßig

Das Bundesgesundheitsministerium hat kein Verständnis für die aktuellen Apothekenproteste. Kurz bevor morgen die Region »Süd« in Stuttgart protestiert, betonte ein Sprecher gegenüber der PZ, es gelte die Verhältnismäßigkeit von Forderungen wie nach einem erhöhten Fixhonorar zu wahren. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) lehne es ab, das System mit Geld »zuzukleistern«.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 21.11.2023  11:35 Uhr
Apothekensterben in Bayern und Baden-Württemberg überdurchschnittlich

Apothekensterben in Bayern und Baden-Württemberg überdurchschnittlich

»Der Rückgang der Apothekenzahl muss dringend gestoppt werden, damit die Menschen überall in Deutschland auch noch in zehn oder 20 Jahren schnell, sicher und kompetent mit Arzneimitteln versorgt werden können«, fuhr er fort. »Sehr viele Apothekenteams haben sich schon am Protest gegen die zukunftsfeindliche Gesundheitspolitik der Bundesregierung beteiligt – und es werden immer mehr«, so Hubmann mit Blick auf die vergangenen großen Protestaktionen. Die Bundesregierung verweigere den Apotheken nach wie vor jeglichen Dialog über das seit knapp elf Jahren eingefrorenes Honorar. 

In ganz Deutschland ist laut ABDA-Berechnungen die Apothekenzahl in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 von 18.068 um 335 auf 17.733 Apotheken gesunken. In Bayern und Baden-Württemberg sank in dem Zeitraum die Zahl der Apotheken demnach von insgesamt 5.185 um 123 auf 5.062. Der entsprechende Verlust in Höhe von 2,4 Prozent sei sogar größer als im Bundesdurchschnitt (minus 1,9 Prozent), teilte die ABDA mit.

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