Intensives Training verlangt dem Körper einiges ab. Wird nicht ausreichend Energie zugeführt, kann bei Frauen die Periode ausbleiben – mit Folgen für die Gesundheit. / © Adobe Stock/bojan656
Bleibt die Periode aus, steckt nicht immer eine Schwangerschaft dahinter. Die Einnahme bestimmter Medikamente oder der Pille können Gründe sein, aber auch Stress - oder intensives sportliches Training. Die ein oder andere mag das angenehm finden und übersieht dabei, dass sie langfristige gesundheitliche Folgen riskiert.
Die Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) appelliert, das sportbedingte Ausbleiben der Periode nicht zu verharmlosen. Denn der Körper sende damit ein Warnsignal, dass ihm etwas fehlt.
Wenn die Periode bei häufigem und intensivem Sport ausbleibt, hat das meist einen simplen Grund: Der Körper verbraucht mehr Energie, als er aufnimmt. Folglich geht er in den Energiesparmodus und spart an den Stellen, die nicht lebensnotwendig sind - wie etwa der Menstruation.
Laut DGE sind besonders sportlich hochaktive junge Frauen von der sogenannten sportassoziierten Amenorrhö betroffen. Nicht nur Leistungs-, sondern zunehmend auch ambitionierte Freizeitsportlerinnen. Chronischer körperlicher und mentaler Stress verstärkt den Effekt des Energiedefizits zusätzlich.
Von einer Amenorrhö spricht man dann, wenn die Monatsblutung nach drei Monaten bei vorheriger regelmäßiger Blutung oder nach sechs Monaten bei zuvor unregelmäßiger Blutung ausbleibt.
Dieser körpereigene Energiesparmodus ist nicht harmlos, sondern kann langfristige gesundheitliche Folgen haben. Bleibt die Menstruation aus, sinkt nämlich der Östrogenspiegel. Und Östrogen ist nicht nur beim Zyklus im Einsatz, sondern unter anderem wichtig für Knochen, Herz-Kreislauf-System und unsere Psyche.
Ein Östrogenmangel über längere Zeit kann daher das Risiko für Knochenbrüche, Osteoporose und Herz-Kreislauf-Beschwerden erhöhen, sich negativ auf den Schlaf und die Stimmung auswirken und zu Konzentrationsproblemen führen.