| Johanna Hauser |
| 23.01.2026 14:00 Uhr |
Die Entscheidung über die Art der Hormonersatztherapie (HRT) muss individuell auf die Patientin abgestimmt werden. Die Stärke der Beschwerden spielt ebenso eine Rolle wie die Frage, ob kardiovaskuläre Risiken oder Brustkrebs in der Anamnese vorliegen und somit eine Kontraindikation besteht. Für diese Frauen können Neurokinin-3-Rezeptorantagonistem eine Option darstellen.
Nicht-hormonell stehen zudem Psychopharmaka wie Gabapentin, Pregabalin, SRI und SSRI zur Verfügung oder Phytoestrogene wie Isoflavone aus Soja oder Rotklee. Die Traubensilberkerze dagegen setzt nicht an Estrogenrezeptoren an.
Eine HRT senkt der Referentin zufolge Hitzewallungen um bis zu 75 Prozent. Auch eine vulvovaginale Atrophie, die durch den Estrogenmangel verursacht wird, sowie Schlafstörungen verbesserten sich. Präventiv senke eine HRT das osteoporosebedingte Frakturrisiko. Grundsätzlich sei die menopausale HRT die effektivste Methode zur Behandlung von Wechseljahresbeschwerden. Der Nutzen überwiege die Risiken.
Es gibt aber auch nicht medikamentöse Maßnahmen. So können Lebensstiländerungen wie eine Gewichtsabnahme zu einer Linderung von Hitzewallungen beitragen. Auch den Konsum von Kaffee, Alkohol und scharfen Gewürzen sowie Stress zu reduzieren, kann helfen. Atemübungen, Achtsamkeit, Yoga oder Akkupunktur können ebenso einen Effekt zeigen wie eine kognitive Verhaltenstherapie.