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Gespräche über Gewicht
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Bitte kein Fauxpas in der Adipositas-Beratung

Wie spricht man mit adipösen Patienten über eine Gewichtsreduktion, ohne Frust auszulösen? Eine neue Studie zeigt: Wer respektvoll und positiv formuliert, hat bessere Chancen, auf offene Ohren zu stoßen. Diese Gesprächstaktiken helfen.
AutorKontaktJennifer Evans
Datum 17.02.2025  07:00 Uhr

Konkret statt abstrakt formulieren

Unspezifische und abstrakte Ratschläge dagegen erweisen sich als nachteilig, um Patientinnen und Patienten zu einer nötigen Behandlung zu bewegen. Gemeint sind Sätze wie: »Achten Sie auf eine fett- und zuckerarme, ballaststoffreiche Ernährung. Wenig davon, viel Bewegung, und sehen Sie mal, wie Sie vorankommen.« Dieser Ansatz kann laut der Wissenschaftlerin den Eindruck erwecken, dass der Betroffene nicht weiß, welche einfachen Maßnahmen zu ergreifen sind, und berücksichtigt nicht, was er womöglich bereits selbst ausprobiert hat. Dieser Ansatz mag dann zu einer negativen Reaktion führen.

Ein weiteres Ergebnis der Untersuchung: Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient abnimmt, ist größer, wenn das medizinische Fachpersonal nicht nur Ratschläge erteilt, sondern konkrete Behandlungsprogramme vorschlägt und deren Wert gegenüber einer selbstgesteuerten Gewichtsabnahme hervorhebt. Dabei gilt ebenfalls der Grundsatz, positiv zu formulieren und nicht zu sagen: »Sie müssen hart arbeiten und eine beträchtliche Menge an Gewicht verlieren«, sondern: »Bitte gehen Sie zur ersten Sitzung dieses Behandlungsangebots.«.

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