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Zulassung 2026 erhofft
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Biontech will mit KI Krebstherapien entwickeln

Das Mainzer Unternehmen Biontech will in den kommenden Jahren mit Hilfe künstlicher Intelligenz (KI) Medikamente gegen Krebs erforschen. Erste Zulassungen erhoffen sie sich im Jahr 2026.
AutorKontaktMelanie Höhn
Datum 07.02.2024  15:30 Uhr

Krebs heilen oder kontrollieren zu können ist das, was Özlem Türeci (l.) und Ugur Shahin antreibt – und die Biontech-Gründer sind auf einem guten Weg. Derzeit forschen sie an 30 neuen Krebstherapien mit dem Schwerpunkt KI. 

Sahin, der auch Professor für experimentelle Onkologie an der Universitätsmedizin Mainz ist, forscht schon viele Jahre zum Thema Krebs. Sein Ziel ist es, »Krebs langfristig zu kontrollieren oder idealerweise zu heilen«, sagte er dem »Spiegel«. Er sehe »prinzipiell keinen Grund, warum nicht viele Krebsarten früher erkennbar und besser heilbar sein sollten«. Im Jahr 2026 hofft er auf Zulassungen erster Medikamente, bis 2030 will er ein »großes Portfolio an Krebstherapien auf dem Markt haben«, wie er anlässlich des Weltkrebstages erklärte. 

»Große Wissensrevolution«

Sahin bezieht sich gegenüber dem »Spiegel« auf eine »große Wissensrevolution« – »eine sich immer schneller drehende Spirale aus Fortschritt und Entwicklungssprüngen, getrieben von digitalen Technologien und künstlicher Intelligenz«. Alles gehe heute »sehr, sehr viel schneller als früher«, sagte er. »Erkenntnisse zu gewinnen, sie zu bestätigen, sie anzuwenden.«

Pharmaunternehmen aus den USA und Europa gehören einer Studie zufolge zu den wichtigsten Patentanmeldern im Kampf gegen Krebs. Die Erfindungen konzentrierten sich meist auf innovative Krebstherapien- auch Biontech findet sich unter den deutschen Topanmeldern. 

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