Das Mainzer Unternehmen sucht Nachfolger für das Gründer-Paar Ugur Sahin und Özlem Türeci. / © IMAGO/Schöning
Die Suche laufe international, fokussiere sich jedoch auf die Vereinigten Staaten, teilte das Biotechnologie-Unternehmen in Mainz mit. Die Stellen werden Biontech zufolge auch künftig am Firmensitz in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt sein. Zuvor hatte die »Frankfurter Allgemeine Zeitung« (FAZ) darüber berichtet.
Sahin und Türeci wollen sich wieder mehr der Forschung widmen. In der vergangenen Woche hatten Sahin und Türeci überraschend bekanntgegeben, Biontech verlassen und eine neue Firma gründen zu wollen. Die Eheleute werden demnach spätestens Ende 2026 ausscheiden.
In dem neuen Unternehmen möchten sich die beiden Mediziner der Entwicklung der nächsten Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis widmen. Anteilseigner von Biontech werden sie aber bleiben.
Laut FAZ nannten Unternehmenskenner eine Expertise in der Onkologie als erwünscht für Sahins Nachfolger. Sie sei aber nicht im Suchprofil erwähnt. Der Chief Executive Officer (CEO) solle demnach »über eine nachweisliche Erfolgsbilanz im Life-Sciences-Sektor verfügen und Biontech in die nächste Wachstumsphase führen«. Er solle in enger Zusammenarbeit mit dem weiteren Vorstand »die konsequente Umsetzung des präklinischen und klinischen Portfolios vorantreiben«, zitiert die FAZ.
Sahin und Türeci hatten Biontech 2008 gegründet. In der Corona-Pandemie wurde das Unternehmen weltbekannt, weil es gemeinsam mit dem US-Partner Pfizer die erste Marktzulassung für einen Impfstoff gegen Covid-19 bekam. Dieser spülte in der Folge Milliardengewinne in die Kassen der Mainzer.
Der angekündigte Rückzug des Gründerpaars hatte für Reaktionen an der Börse gesorgt. Laut FAZ verlor die Aktie der Mainzer am Tag der Bekanntgabe zeitweise mehr als ein Fünftel an Wert.