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Phoenix-Deutschland-Chef
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BGH-Urteil »gefährdet Grundfesten der Versorgung«

Der Deutschland-Chef des Pharmagroßhändlers Phoenix, Marcus Freitag, warnt vor den Folgen des heute verkündeten Urteils des Bundesgerichtshofs (BGH) zur Rx-Preisbindung. Mit der Freigabe werde die Arzneimittelversorgung durch Apotheken gefährdet.
AutorKontaktPZ
Datum 17.07.2025  15:30 Uhr

Freitag betonte heute, dass das Urteil »sehr ernst zu nehmen« sei. »Ausländische Versandapotheken feiern es bereits als Rechtfertigung zur Unterwanderung der in Deutschland aus guten Gründen gültigen Preisbindung«, erfuhr die PZ von Freitag.

Die Versender sähen »damit die Möglichkeit gesichert, Boni und Rabatte auf ärztlich verordnete Arzneimittel zu geben«. Freitag sieht darin ein erhebliches Risiko; in der Folge ergebe sich das Potential, »die wirtschaftlichen Grundfesten der flächendeckenden Arzneimittelversorgung durch Vor-Ort-Apotheken zu gefährden«.

Der Großhandels-Chef setzt darauf, dass die Politik eingreift. Der Gesetzgeber solle nun schnell und konsequent reagieren. Es gelte, »mit geeigneten Maßnahmen die niedrigschwellige und flächendeckende Versorgung der Menschen in Deutschland mit Arzneimitteln durch Apotheken« zu stärken.  Apotheken böten »nicht zuletzt auch durch die Sicherstellung des 24-Stunden-Notdienstsystems unverzichtbare Services der Gesundheitsversorgung«.

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