Die persönliche Beratung vor Ort wird nach wie vor bevorzugt. / © Adobe Stock/zinkevych
Mehr als die Hälfte der befragten Kundinnen und Kunden (56 Prozent) misst dem individuellen Gespräch mit pharmazeutischem Fachpersonal demnach hohe Bedeutung bei – und das unabhängig vom Alter. Im Rahmen seiner Marktforschung hatte »Girocard« im November 2025 1082 Personen zwischen 18 und 79 Jahren befragt. Girocard ist eine Marke der Deutschen Kreditwirtschaft, dem Zusammenschluss der Spitzenverbände der Kreditwirtschaft in Deutschland.
Besonders bei Rx-Präparaten wünschen die Kundinnen und Kunden demnach eine Expertise vor Ort statt digitaler Beratung: Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) wollen sich fachkundig beraten lassen. Aber auch bei frei verkäuflichen Arzneimitteln schätzen viele (53 Prozent) die persönliche Empfehlung.
Um Erkältungssymptome zu lindern, geht es für viele Befragte nach wie vor in die Apotheke – und nicht in die Drogerie. 42 Prozent kaufen demnach auch nicht-apothekenpflichtige Medikamente und Arzneimittel lieber in der Apotheke als im Drogeriemarkt.
Offen ist man für digitale Unterstützung: Fast die Hälfte der Befragten kann sich demnach vorstellen, Online-Reservierungen (45 Prozent) oder Vorbestell-Apps (42 Prozent) zu nutzen, um Medikamente schneller zu bekommen. Gewünscht werden auch Abholfächer, die rund um die Uhr zugänglich sind – jede zweite befragte Person (52 Prozent) würde dieses Angebot nutzen. In der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen ist die Zustimmung mit 66 Prozent besonders hoch.
Ein Drittel der Befragten (33 Prozent) würde sich zudem längere Öffnungszeiten wünschen.
Girocard fragte freilich auch nach dem Zahlungsverhalten in der Apotheke. Hier gaben 60 Prozent der Befragten an, dass sie in der Offizin am liebsten mit Karte bezahlen. Besonders in der Erkältungszeit steigt die Kartennutzung demnach an: 15 Prozent geben an, dann vermehrt mit Karte zu bezahlen – vor allem, wenn größere Beträge zu begleichen sind. Nur noch 38 Prozent der Befragten bevorzugen das Bargeld.
Die Bundesregierung will den digitalen Zahlungsverkehr vorantreiben und den Handel verpflichten, mindestens eine digitale Zahlungsoption anzubieten. In Apotheken ist das längst Standard.