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Ulrich-Schwabe-Medienpreis 
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Beiträge zu L-Thyroxin und Misoprostol ausgezeichnet 

Schon zum vierten Mal hat die Stiftung Arzneimittelsicherheit den Ulrich-Schwabe-Medienpreis vergeben. Er würdigt exzellente Berichterstattungen rund um das Thema Arzneimittelsicherheit. Diesmal im Fokus: L-Thyroxin und Misoprostol. 
AutorKontaktBrigitte M. Gensthaler
Datum 30.10.2025  09:30 Uhr

TV-Preise für Recherchen zu Misoprostol

In der Kategorie Audio/Video teilen sich zwei TV-Beiträge, die beide von einem Misoprostol-Fehlgebrauch handeln, das Preisgeld.

In einer aufwühlenden Folge der ZDF-Reihe »Die Spur« gingen Steffi Unsleber und Jochen Breyer Todesfällen im Kreißsaal nach und hinterfragten den leichtfertigen Einsatz von Misoprostol bei der Geburtseinleitung. Der Bericht stelle an zwei Beispielen sehr eindringlich den nicht indikationsgerechten Einsatz und dessen potenziell lebensbedrohliche Folgen dar, erklärte Holzgrabe. Die Jury habe allerdings auch darüber diskutiert, ob Ärzte aufgrund des Films das Wehenmittel vorsichtshalber nicht mehr geben würden, obwohl es den Gebärenden helfen könne.

Die Autorinnen Lia Gavi und Saida Belaatel erhielten den Preis für ihren Film in der NDR-Sendereihe STRG_F über »Geheime Abtreibung mit illegalen Pillen«. Der Beitrag zeige klar auf, wie leicht man per Online-Bestellung an Abtreibungstabletten mit Mifepriston und Misoprostol gelangen könne. In der Recherche hätten sie festgestellt, dass relativ viele ungewollt Schwangere nach einer Abtreibung außerhalb der gesetzlichen Regelung suchen, sagte Belaatel. Aber es sei sehr schwierig gewesen, eine Frau zu finden, die bereit war, vor der Kamera zu sprechen.

Stiftungsgründer Stadler freute sich sehr über die hochkarätigen Bewerbungen, aus denen die sechsköpfige Jury drei Beiträge ausgewählt habe. »Für mich ist es wichtig, interprofessionelle Grenzen zu überschreiten und das Kennenlernen von Ärzten, Apothekern und Journalisten zu fördern. In Kooperation kann daraus viel erwachsen.«

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