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Warken besucht Apotheke
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Beim Fixum »Hand aufs Herz«

Es nicht bei Ankündigungen zu belassen, sondern die Honorarerhöhung »mit der Hand auf dem Herzen« zuzusagen – dies bat Apotheker Thorsten Leiter Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) bei deren Besuch in Leiters Apotheke im schwäbischen Schorndorf. Widerspruch kam zumindest nicht.
AutorKontaktCornelia Dölger
Datum 02.02.2026  15:00 Uhr

Schorndorf bei Stuttgart ist als Geburtsort des Automobilpioniers Gottlieb Daimler bekannt. Den berühmten Namen trägt auch Thorsten Leiters Apotheke in der Schorndorfer Karlstraße, eine der drei Offizinen, die Leiter führt. Dass er obendrein noch CDU-Stadtrat ist und gute Beziehungen zur Kommunal-, Landes- und auch Bundespolitik unterhält, machte es möglich, dass am vergangenen Samstag Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) in seiner Daimler-Apotheke zu Besuch war und sich über die Schmerzpunkte der Gesundheitsbranche informierte.

Vermittelt hatten den Besuch der CDU-Landtagsabgeordnete Christian Gehring und die Waiblinger Bundestagsabgeordnete und CDU-Vize-Generalsekretärin Christina Stumpp. Die Ministerin wohnt unweit von Schorndorf in Tauberbischofsheim und nahm sich am Samstag zwei Stunden Zeit für die Gespräche.

Im Handverkauf der Offizin waren neben Leiter und seinem Vater Gerhard Praktikerinnen und Praktiker aus anderen Versorgungsbereichen versammelt, etwa ein Facharzt,  ein Orthopädietechniker sowie Pflegeheim- und Klinikbetreiber. Warken habe sich die Schilderungen aufmerksam angehört, berichtet Leiter der PZ. Für Apotheken stand die Honorarfrage oben auf der Liste. Er habe die Ministerin gebeten, sich abseits von Ankündigungen zur Erhöhung zu positionieren, so Leiter. »Hand aufs Herz – kommen die 9,50 Euro?«, habe er Warken gefragt – vor Zeugen.

Bürokratieaufbau vermeiden

Warken habe »zumindest nicht widersprochen«, sondern bestätigt, dass die Finanzkommission Gesundheit das erhöhte Fixum einpreisen solle – die Ergebnisse der Kommission werden für Ende März erwartet. Die Honorarfrage wird Teil der Änderungsverordnung sein, die parallel zum Apothekenversorgung-Weiterentwicklungsgesetz (ApoVWG) auf den Weg gebracht wird. Er persönlich nehme der Ministerin ab, dass sie sich ernsthaft für ein höheres Fixum einsetze, so Leiter. Beim PZ-Talk »Alex’ Doppelt Dosis« hatte Warken vergangene Woche zugesichert, dass die 9,50 Euro kommen

Dass das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Apotheken mit den Reformplänen stärken wolle, gehe in die richtige Richtung, meint  Leiter. Er habe gegenüber der Ministerin dennoch einige Kritikpunkte vorgetragen. Etwa dürfe mit der geplanten Rx-Abgabe in der Akut- sowie Chronikerversorgung kein bürokratischer Mehraufwand für die Apotheken einhergehen. Er habe daher angeregt, die Abgabe als GKV-Leistung zu ermöglichen und nicht auf Selbstzahlerbasis, so Leiter. Die Ministerin habe die Anregung aufgenommen.

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