Warnzeichen, die einen in die Arztpraxis führen sollten, sind unter anderem Lähmungen und Gefühlsstörungen. / © Getty Images/Natalia Gdovskaia
Könnte es ein Bandscheibenvorfall sein? Ein verrutschter oder sogar gebrochener Wirbel? Wer auf einmal Kreuzschmerzen hat, macht sich verständlicherweise Sorgen. Rücken-Experten können für die allermeisten Fälle aber Entwarnung geben. »Schmerz ist ein Warnsignal, aber er ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer strukturellen Schädigung«, so Professor Dr. Frank Hildebrand, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU) zum Tag der Rückengesundheit am 15. März.
Der Großteil der Kreuzschmerzen gilt als nicht spezifisch. Das heißt: Dahinter steht keine gefährliche Ursache wie ein Bruch, ein Bandscheibenvorfall oder ein Tumor. Das deutlich wahrscheinlichere Szenario ist, dass Muskeln und Bänder empfindlich auf Bewegungsmangel, monotone Belastungen oder ungewohnte Aktivitäten reagiert haben und nun verspannt sind.
Wer sich nun aufs Sofa oder Bett verkrümelt und Bewegung vermeidet, riskiert, dass sich die Beschwerden verstärken. Längere Schonung erhöht der DGOU zufolge sogar das Risiko dafür, dass die Schmerzen chronisch werden. Denn der Rücken ist für Bewegung gemacht.
Rücken-Experten raten, mit dem Alltag und auch mit körperlicher Aktivität – soweit es die Beschwerden zulassen – weiterzumachen. Gut eignen sichSpaziergänge und Übungen wie »Katze - Kuh«, bei der man im Vierfüßlerstand abwechselnd eine Katzenbuckel macht und in die Gegenbewegung geht. Bei Verspannung kann auch Wärme helfen.
Warnzeichen, die einen in die Arztpraxis führen sollten, sind laut der DGOU unter anderem: