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Glyphosat-Streit
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Bayer wendet sich an US Supreme Court

Der Pharma- und Agarchemiekonzern Bayer wendet sich in der Hoffnung auf eine Lösung der US-Glyphosat-Rechtsstreitigkeiten an das oberste Gericht des Landes. Laut einer Mitteilung wurde die Überprüfung eines Falls aus dem Bundesstaat Missouri aus dem Jahr 2023 beim US Supreme Court beantragt.
AutorKontaktdpa
Datum 07.04.2025  10:38 Uhr

Der Konzern aus Leverkusen hofft auf ein Grundsatzurteil der Richter. Ein für Bayer positives Urteil könnte die laufende Glyphosat-Klagewelle weitgehend eindämmen, so die Hoffnung. Wann sich die Richter der Sache annehmen und ob sie es überhaupt tun, ist unklar.

Hintergrund sind widersprüchliche Urteile von Bundesberufungsgerichten im Streit um angebliche Krebsrisiken durch glyphosathaltige Unkrautvernichter.

Dabei steht die grundsätzliche Frage im Raum, ob das US-Bundesrecht zu Warnhinweisen beim Verkauf von Unkrautvernichtern über dem Recht von Bundesstaaten steht. Denn aus Sicht der US-Umweltbehörde EPA birgt Glyphosat keine Gesundheitsrisiken, wenn es entsprechend der Vorschriften angewendet wird. Die EPA hatte das Produktlabel entsprechend ohne Warnung genehmigt.

Die Probleme rund um den glyphosathaltigen Unkrautvernichter Roundup hatte Bayer sich 2018 mit der über 60 Milliarden Dollar teuren Übernahme des US-Agrarchemiekonzerns Monsanto ins Haus geholt. Im selben Jahr folgte ein erstes Urteil gegen das Dax-Unternehmen. Dies setzte in den USA eine Klagewelle in Gang, die den Konzern schon viele Milliarden gekostet hat, unter anderem für Vergleiche mit Klägern.

Zehntausende Fälle sind noch offen

Bis zum 31. Januar 2025 wurden von insgesamt circa 181.000 angemeldeten Ansprüchen in der Causa Glyphosat rund 114.000 per Vergleich beigelegt, oder sie erfüllen aus verschiedenen Gründen nicht die Vergleichskriterien.

Im Jahr 2022 war Bayer mit einem anderen Glyphosat-Verfahren am obersten US-Gericht gescheitert. Das Gericht entschied, sich nicht mit dem Fall zu befassen.

 

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