Bei frühzeitiger Rezepteinlösung vor dem Protesttag können laut Bayerischem Apothekerverband (BAV) Wartezeiten oder eine Unterbrechung der Medikation vermieden werden. / © Imago Images/Westend61
Am 23. März 2026 findet der bundesweite Protesttag der Vor-Ort-Apotheken in Berlin, Hannover, Düsseldorf und München statt. Damit will die Apothekerschaft auf ihre zunehmend schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam machen. Gefordert wird eine schnelle und verlässliche Anpassung des Apothekenhonorars für rezeptpflichtige Arzneimittel.
In der bayerischen Hauptstadt wird die zentrale Protest-Kundgebung von 12 bis etwa 14 Uhr auf dem Odeonsplatz stattfinden. Viele Apotheken in Bayern werden an diesem Tag geschlossen bleiben. »Die Apothekerschaft bittet daher alle Patientinnen und Patienten, den Protesttag bei der Planung ihrer Arzneimittelversorgung zu berücksichtigen und werden gebeten, Rezepte möglichst bereits am Freitag oder Samstag vor dem Protesttag einzulösen oder – sofern medizinisch vertretbar – am Dienstag, 24. März«, erklärte der BAV in einer Meldung. So könnten Wartezeiten oder eine Unterbrechung der Medikation vermieden werden.
Für die Akutversorgung bei dringendem Bedarf stünden selbstverständlich Notdienstapotheken zur Verfügung . Diese sind hier zu finden, mobil unter 22 8 33 oder auf dem Festnetz unter 0800 00 22 833
Hans-Peter Hubmann, Vorsitzender des Bayerischen Apothekerverbandes, erklärte anlässlich des Protesttages: »Bayern hat in den vergangenen zehn Jahren über 500 Apotheken verloren. Wenn die Anpassung nicht kommt, folgen weitere mit Auswirkungen auf die Versorgungssicherheit. Der Protesttag führt das vor Augen.«
Ziel des Protestes ist laut BAV, die wohnortnahe Arzneimittelversorgung langfristig zu sichern. Die kurzfristigen Einschränkungen am 23. März würden dem langfristigen Erhalt eines flächendeckenden Apothekennetzes dienen, im Interesse der Patientinnen und Patienten.