Pharmazeutische Zeitung online Avoxa
whatsApp instagram facebook bluesky linkedin xign

Mecklenburg-Vorpommern
-
Austausch zu Problemen beim E-Rezept

Heilberuflerinnen und Heilberufler in Mecklenburg-Vorpommern haben sich zum E-Rezept ausgetauscht: Es sei grundsätzlich ein Vorteil für die Arzneimitteltherapie, jedoch gebe es in Pflegeheimen und in ländlichen Regionen Umsetzungsprobleme.
AutorKontaktPZ
Datum 07.05.2024  10:45 Uhr

»Analoge Prozesse mitdenken«

Georg Engel, Präsident der Apothekerkammer Mecklenburg-Vorpommern, erklärte, dass die Politik versäumt habe, diese analogen Prozesse mitzudenken und an die nun digitalen Vorgaben anzupassen. »Die Politik will Pflegeheime 2025 an das Netzwerk, mit dem die Beteiligten im Gesundheitswesen kommunizieren, anschließen. Dann können Ärzte elektronische Rezepte direkt an das Heim schicken, das die Verordnungen an die gewünschte Apotheke weiterleitet. Diese Lösung kommt aber viel zu spät«, so Engel.

Die Heilberufler seien sich einig, dass die Selbstverwaltung hier keine Lösungen schaffen könne – die Bundespolitik sei gefordert. »Sie muss Rahmenbedingungen schaffen, die es Ärzten und Apothekern ermöglicht, ohne zusätzliche Bürokratie bei ausbleibender Honoraranpassung, das zu tun, wofür die Heilberufe da sind: sich um die Versorgung ihrer Patientinnen und Patienten zu kümmern«, forderte Engel.

Mehr von Avoxa